Brugg
Junges Studentenleben zwischen Stadtmauer und alten Balken

Ein Altstadthaus aus dem 16. Jahrhundert ist zu einer modernen studentischen WG umgebaut worden. Ab August werden im frisch sanierten Haus mit fünf Stockwerken zwischen Schulthessallee und Hofstatt neun Studierende einziehen.

Claudia Meier
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Modern, funktional und pflegeleicht soll alles sein
7 Bilder
Faszinierende Aussicht auf die Hofstatt
Der Gemeinschaftsraum führt direkt zur Terrasse
Alte Wandmalereien wurden frei gelegt
Vier künftige Bewohner lernen sich kennen
Im Dachgeschoss gab es ein Fenster bis das Salzhaus gebaut wurde
Rechts vom Salzhaus ist eine studentische WG entstanden

Modern, funktional und pflegeleicht soll alles sein

Jetzt tut sich was in der Brugger Altstadt. Die fast 500-jährige Liegenschaft an der Oberen Hofstatt 23 wurde in den letzten Monaten im Hinblick auf die Campus-Eröffnung in ein richtiges Bijou verwandelt.

Altstadtfan investierte

«Ich bin ein grosser Fan der Brugger Altstadt», sagt Marc Zumstein, der 2007 die Liegenschaft neben dem Salzhaus zusammen mit Karolina Chuc erwarb. Die vernachlässigte Bausubstanz wollten die Eigentümer aber nicht im herkömmlichen Sinne sanieren. «Uns war es wichtig, etwas für junge, dynamische Leute in Ausbildung zu schaffen. Die Altstadt soll wieder eine belebte Zone werden», erklärt Zumstein die Motivation für das Bauprojekt mit Modellcharakter.

Das historische Gebäude, das einen Teil der früheren Stadtmauer beinhaltet, wurde vollständig ausgeräumt und modernisiert. Entstanden ist eine studentische Wohngemeinschaft (WG) mit neun qualitativ hochwertigen Zimmern, fünf Nasszellen und einem grossen Gemeinschaftsraum mit direktem Zugang zur Terrasse.

Hausgeschichte sichtbar gemacht

In enger Begleitung durch die Denkmalpflege und Kantonsarchäologie gelang es, einen Teil der Hausgeschichte wieder sichtbar zu machen. Wandmalerei-Fragmente und Balken wurden freigelegt. In einem Dachstockzimmer kam das ursprüngliche Fenster zum Vorschein, dass beim Salzhausbau einfach zugemauert wurde.

Nach nur einem Besichtigungstermin standen alle neun Mieter fest. Es sind Studierende, die die Nähe zur Fachhochschule, zum Bahnhof, Wasserschloss, Salzhaus und Kino schätzen. «Das Angebot ist schon mal nicht schlecht. Sollte mal nichts los sein, sorgen wir selber für Unterhaltung», sagt ein künftiger Mieter.

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