Filmprojekt

Jugendliche kreieren ein digitales Labyrinth

Digital statt real: In der Klosterkirche Königsfelden sind die Aufführungen abgesagt

Digital statt real: In der Klosterkirche Königsfelden sind die Aufführungen abgesagt

Die Aufführungen in der Klosterkirche sind zwar gestrichen, dafür entsteht aber ein filmisches Dokument.

Das pädagogische Kunstprojekt «Labyrinth – bis zur Mitte und zurück» wird in Zeiten des Coronavirus nicht in der geplanten, analogen Form stattfinden können. Statt auf die Aufführungen in der Klosterkirche Königsfelden im Juni hinzuarbeiten, wird nun – nicht minder kreativ – die digitale Plattform www. labyrinth2020.ch erweitert. Diese war ursprünglich als Making-­of-Dokumentation vorgesehen. Seit März werden alle Tutorials, Lektionen und Video-Einträge publiziert, die während des Lockdown entstanden sind. Anders gesagt: Anstelle der öffentlichen Vorstellungen in Windisch entsteht ein filmisches Dokument unter dem Titel «Tanz des Minotaurus».

Rund 150 Jugendliche sind involviert

Die pädagogischen Kunstprojekte finden seit 2014 alle zwei Jahre statt – alternierend zu den grossen Tanzstücken der Kulturinstitution Tanz & Kunst Königsfelden. Schülerinnen und Schüler aus dem Aargau entwickeln während sechs bis sieben Monaten gemeinsam mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Sparten – Tanz, Musik, visuelle Kunst, Literatur, Dokumentation – innovative und integrierende Tanz- und Kunstprojekte.

Rund 150 Jugendliche zweier Primarschulen in Baden und der Kantonsschule Wettingen sind ins Projekt «Labyrinth – bis zur Mitte und zurück» involviert. Bis im März geschah dies im analogen Austausch. Aufgrund der Coronasituation gänzlich in Form des digitalen Dialogs, wird der Unterrichtsprozess in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen weitergeführt.

Die Schüler erhalten auch Online-Tanzunterricht

Die Jugendlichen gestalten kurze Tanzsequenzen oder kreieren in eigener Regie mit der Maske des Minotaurus per Handy kleine Videoclips. Die Masken wurden unter der Anleitung der Künstlerin Camille Scherrer bereits gestaltet. Alle diese Filmfragmente fliessen abschliessend in das Filmdokument «Tanz des Minotaurus» ein. Einzelne Fragmente aus allen Kunstsparten werden laufend auf der interaktiven Plattform «labyrinth2020.ch» veröffentlicht.

Des Weiteren erhalten die Jugendlichen auch Live- Online-Tanzunterricht in den Tanzsparten Hip-Hop und Contemporary. Die Musikkompositionen «Labyrinth» von Bàlint Dobozi stehen ihnen dabei für ihre Aufnahmen zur Verfügung. (mhu)

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