An der Sitzung des Windischer Einwohnerrats im Oktober 2014 hat die FDP die Diskussion rund um die offene Jugendarbeit sowie das Regionale Jugendkonzept lanciert. Es sei ein – wenn auch knapper – Entscheid gefällt worden, das Stimmvolk habe das Budget in der Folge genehmigt, sagt FDP-Fraktionspräsident Philipp Umbricht. Die Fakten seien heute noch immer die gleichen, an der Ausgangslage habe sich nichts geändert.

Entscheid könnte kippen

An der Einwohnerratssitzung am kommenden Mittwoch erwartet Umbricht denn auch eine ähnliche Debatte wie beim letzten Mal. Der Ausgang der Abstimmung sei indes offen, je nach Absenzen sei eine leichte Verschiebung möglich. Anders gesagt: Der Entscheid könne sogar kippen – ohne dass einzelne Einwohnerräte ihre Meinung ändern. An den Argumenten der FDP werde sich jedenfalls nichts ändern, stellt Umbricht in Aussicht. «Wir sehen keine Veranlassung, unseren Standpunkt anzupassen.»

Nicht gegen Jugendarbeit

Der FDP-Fraktionspräsident betont, dass es kein Entscheid für oder gegen die Jugendarbeit sei und nicht um die Frage gehe, ob diese Tätigkeit sinnvoll sei oder nicht. Vielmehr sei die finanzielle Lage der Gemeinde schlicht und einfach alles andere als rosig, die Aussichten seien düster.

«Unser Spielraum ist begrenzt. Alle müssen einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten.» Komme hinzu, fährt Umbricht fort, dass die offene Jugendarbeit – gekürztes Budget hin oder her – auch in diesem Jahr weitergeführt werden könne. Trotz Kürzung sei dafür sogar mehr Geld vorhanden als noch 2014. «Es ist also nicht so, dass ein Angebot gestrichen wird. Es steht einfach etwas weniger Geld zur Verfügung, als sie gerne gehabt hätten.» Für das Regionale Jugendkonzept sieht die FDP allerdings keine Zukunft. Dieses funktioniere offensichtlich nicht wunschgemäss, habe bereits mehrfach geändert und angepasst werden müssen, ein Ende sei nicht in Sicht.

Nebenbei: Dass die Mitglieder der Jugendkommission an der Fraktionssitzung der FDP nicht auf ihre Anliegen aufmerksam machen konnten, sei auf terminliche Gründe zurückzuführen, so Umbricht.

So wehren sich die Betroffenen gegen die Streichung der Beiträge und Löhne der Mitarbeiter.