Brugg

Jürg Baur (CVP) kandidiert als Stadtrat

Jürg Baur

Jürg Baur

Jürg Baur (58) bewirbt sich um das Amt als Stadtrat in Brugg. Der Sitz ist noch frei, weil Titus Meier noch vor Amtsbeginn demissioniert hat, nachdem dieser nicht Stadtammann geworden ist. Die Wahl findet am 4. März statt.

Als erste Partei hat am Donnerstagmorgen die CVP ihre Kandidatur für den freien Sitz im Brugger Stadtrat bekannt gegeben. Jürg Baur (58) stellt sich für das Amt zur Verfügung. An einer ausserordentlichen Parteiversammlung am Montagabend werden die CVP-Mitglieder über die offizielle Nomination abstimmen. Die Wahl findet am 4. März statt. Matthias Rüede, Präsident der CVP-Stadtpartei Brugg, zeigt sich von der Kandidatur von Jürg Baur überzeugt: «Mit seiner grossen politischen Erfahrung ist er sehr gut als Stadtrat geeignet.»

Matthias Rüede, Präsident CVP-Stadtpartei Brugg

Matthias Rüede, Präsident CVP-Stadtpartei Brugg

Interview zur Kandidatur von Jürg Baur.

Tatsächlich kann Baur auf einen «gut bepackten Polit-Rucksack zurückgreifen», wie er selber sagt. Er war Mitglied, Vizepräsident und Präsident der Schulpflege; 20 Jahre Einwohnerrat (1997 bis 2017); 2 Jahre Einwohnerratspräsident und seit einem Jahr ist er im Grossen Rat des Kantons Aargau tätig. Dort nimmt er Einsitz in der Bildungskommission. Weiter ist er Mitglied der Interparlamentarischen Kommission Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Zur CVP kam Jürg Baur übrigens durch Franz Hollinger. «Er stand einmal bei mir vor dem Haus und sagte: ‹Chrüsel, wir brauchen jemanden für die Schulpflege, das wäre doch etwas für dich.›» Baur sagte zu.

Mit seinem politischen und beruflichen Hintergrund liebäugelt Baur mit dem Ressort Soziales, Gesundheit und Alter im Stadtrat. Dieses hatte bisher FDP-Stadtrat Reto Wettstein inne, dieser kümmert sich zurzeit aufgrund der Vakanz im Stadtrat aber auch um das Ressort Bau und Planung.

Jürg Baur lernte Zahntechniker, wechselte aber in den pädagogischen Bereich, wurde Lehrperson und Schulleiter. Bis 2016 war er als Gesamtschulleiter des Kindes- und Jugendpsychiatrischen Diensts der Psychatrischen Dienste Aargau tätig. Heute ist er in einem 80-Prozent-Pensum als Schulleiter in Lupfig angestellt und ist Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule der FHNW.

Aktiv in der Freizeit

Wer Jürg Baur kennt, weiss, dass dieser auch in der Freizeit alles andere als untätig ist. Der Sportbegeisterte engagierte sich beispielsweise für den slowUp, er ist aber auch OK-Präsident des Brugger Stadtfests 2019, schlüpft gerne in die Rolle als Samichlaus und ist auch aktiver Fasnächtler. Dem Vater von zwei erwachsenen Kindern ist klar, dass er bei einer Wahl in den Stadtrat sein Engagement überdenken muss. «Ich werde mein Pensum als Schulleiter auf 70 Prozent reduzieren», sagt er.

Jürg Baur, Kandidat CVP Stadtrat Brugg

Jürg Baur, Kandidat CVP Stadtrat Brugg

Interview mit Jürg Baur.

Im Dossier, das er der Presse aushändigte, beschreibt er die Ziele, die er als Stadtrat verfolgen möchte: ein lebendiges gesellschaftliches Leben, attraktive öffentliche Räume, die Stadt Brugg als verlässlichen Partner für die Region, Brugg als starken Bildungs- und Arbeitsstandort sowie gesunde Finanzen verbunden mit Investitionen, die einen Mehrwert generieren. «Ich wünsche mir eine lebensfrohe Stadt Brugg mit hoher Lebensqualität, in der die Vereine anerkennt und unterstützt werden», führt er aus. Ein wichtiges Anliegen ist ihm auch die offene und faire Kommunikation. Unter attraktiven öffentlichen Räumen versteht er beispielsweise eine hohe Wohnqualität oder auch durchgängige Velorouten zwischen Brugg und Windisch. «Es braucht Verhandlungen für eine Verbindung zwischen Neumarkt und Campus», sagt er. Er zeigt sich überzeugt von der Attraktivität der Stadt, möchte die Zukunft mitgestalten und die Stadt weiterentwickeln. «Wir müssen mutig sein und Neues ausprobieren, ohne dabei Traditionen über den Haufen zu werfen.» Vor allem brauche es viel Vertrauen und Akzeptanz des Stadtrats, betont er.

Den Wahlkampf wird Baur übrigens aus Südkorea betreiben müssen. Er weilt im Februar für vier Wochen als Freiwilliger an den Olympischen Winterspielen. 

Meistgesehen

Artboard 1