Er ist vielseitig und umtriebig, engagiert und kreativ – und lässt eine gewisse Lockerheit trotzdem nicht vermissen: Jürg Baur aus Brugg ist in der Öffentlichkeit bekannt in ganz unterschiedlichen Rollen. Er arbeitet als Schulleiter in Lupfig und amtet als OK-Präsident des bevorstehenden grossen Brugger Stadtfests, in der Fasnachtszeit tritt er auf als Teil der Schnitzelbankgruppe «Di 3 vo Brugg» und in der Vorweihnachtszeit als Samichlaus im liebevoll dekorierten Hüsli an der Holzgasse in Hausen.

Als Ausgleich ist er in seiner Freizeit sportlich unterwegs auf den Skis oder dem Bike, bezeichnet Kultur und Theater als weitere Hobbys und stellt seine Energie immer wieder zur Verfügung als freiwilliger Helfer. 2018, beispielsweise, weilte er für das Schweizer Fernsehen an den Olympischen Winterspielen in Südkorea.

Zwei Jahre war er höchster Brugger

Baur ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Begeistert wirbelt der ausgebildete Zahntechniker und Lehrer auch über die politische Bühne: Als Stadtrat in Brugg ist er seit 2018 verantwortlich für das Ressort Soziales, Gesundheit und Alter. 8 Jahre war er zuvor Mitglied der Schulpflege, 20 Jahre Mitglied des Einwohnerrats. 2014 und 2015 durfte er sich als dessen Präsident als höchster Brugger bezeichnen. Er möchte handeln, nicht wegschauen, die guten Beziehungen zur Region pflegen, sagte er damals kurz vor der Wahl.

Seit 2017 ist er im Amt als Grossrat und sitzt in dieser Funktion in der Bildungskommission. «Ich interessiere mich für die Menschen und das Zusammenleben – ich bin motiviert für die Mitgestaltung unserer Zukunft», antwortet Baur auf die Frage, warum er politisch aktiv ist.

Moderne Bildung ist Schwerpunkt

Für die CVP tritt der 59-Jährige an bei den Nationalratswahlen im Herbst. Er kandidiere, weil er als Bürger und Politiker seinen Teil zum Gelingen eines funktionierenden Staates beitragen will, hält er fest und fügt an: «Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zum Erfolgsmodell Schweiz zu leisten.»

Besonders am Herzen liegen ihm die Förderung einer hohen Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit, die Bestrebungen nach einem sicheren Sozialsystem, eine nachhaltige Finanzpolitik, eine kohärente Asylpolitik sowie der Erhalt der Natur. Auch die Stärkung einer modernen und qualitativen Bildung seien Schwerpunkte seiner politischen Tätigkeit.

Als CVP-Politiker sei er sich gewohnt, aus Überzeugung heraus nach mehrheitsfähigen Lösungen zu suchen. Kompromisse anstatt Maximalforderungen, lautet seine Devise. «Damit wir die bestehenden Werte und die bereits gut funktionierenden Wirksamkeiten unseres Landes aufrechterhalten können, benötigt es eine lösungsorientierte und staatstragende Politik. Ich setze mich dafür ein», führt Baur aus. Auf die Frage nach den eigenen Wahlchancen gibt er sich gut gelaunt kurz und knapp: «Ich bin Optimist!»