«Wir sind jetzt fünf Jahre unterwegs, und wir möchten, dass die Reise weitergeht», betonte Anton Lauber, der Verwaltungsratspräsident des Hightech Zentrums Aargau, am Jubiläumsanlass. (Die Reise wird, so viel sei vorausgeschickt, auch weitergehen, nachdem die nötigen Mittel bis 2022 bewilligt worden sind.) Zum Jubiläumsanlass, der von Herbert Scholl moderiert wurde, hatten sich an die 130 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Zentrum eingefunden.

Anhand einiger Zahlen legte Anton Lauber dar, was das Hightech Zentrum in den ersten fünf Jahren seines Bestehens geleistet hat. So sind beispielsweise 958 Firmenprojekte mit einem Volumen von 27 Millionen Franken abgewickelt worden. Aber auch die Kompetenz der Experten des Zentrums, der Nutzen der Projekte und die Zufriedenheit mit der Beratung seien von den Kunden gut benotet worden, so Lauber.

Hofmann: Innovation zwingend

«Das Hightech Zentrum Aargau bietet Hilfe zur Selbsthilfe», sagte er, verhehlte jedoch nicht, dass es im Kanton Stimmen gebe, die dem Zentrum kritisch gegenüberstünden. «Das soll uns Ansporn geben», betonte Lauber. «Eine kritische, aber faire Betrachtung bringt uns weiter.»
«Es gibt Anzeichen, die auf eine beschleunigte Veränderung der Wirtschaft hindeuten», stellte Regierungsrat und Landstatthalter Urs Hofmann fest. «Vor diesem Hintergrund ist Innovation eine zwingende Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.» Innovation entstehe oft im Kleinen, sagte Hofmann. Damit aber Innovation entstehen könne, müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Der Regierungsrat habe daher ein klares Bekenntnis zum Innovationsstandort Aargau abgelegt.

«Das Hightech Zentrum ist das Kernstück der Hightech-Strategie des Kantons», betonte Urs Hofmann. «Das Zentrum hat sich als unabhängige Drehscheibe etabliert. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass das Hightech Zentrum ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Aargau ist.»

«Das Hightech Zentrum ist das Kernstück der Hightech-Strategie des Kantons»

Regierungsrat Urs Hofmann:

«Das Hightech Zentrum ist das Kernstück der Hightech-Strategie des Kantons»

Einen Einblick in die Arbeit des Zentrums gaben vier Unternehmer anhand von Projekten. «Für mich ist die Zusammenarbeit mit dem Hightech Zentrum eine sehr erfolgreiche Geschichte», sagte Thomas Stäuble, CEO der SWD AG Stator-/Rotortechnik (Densbüren), die auch in der Medizintechnik tätig ist. «KMU sind auf die Netzwerke angewiesen, zu denen das Hightech Zentrum Zugang schaffen kann.»

Alexander Meyer, CEO der KAPAG Karton und Papier AG (Muhen), die unter anderem «intelligenten», mit Chips bestückten Karton herstellt, erklärte: «Wir leben fast ausschliesslich von Innovationen. Dazu brauchen wir die Fachkompetenz der Hochschulen.» Man könne seine Aufgaben nicht einfach ans Hightech Zentrum delegieren, gab Dieter Matter, CEO der Algra Group, Schilder und Bedienungssysteme (Merenschwand) zu bedenken. «Durch die Zusammenarbeit mit dem Hightech Zentrum ist es uns gelungen, in Bereiche vorzustossen, in denen wir bisher über wenig Know-how verfügt haben.»

Christian Gerber, CEO des regionalen Versorgers EWS Energie AG (Reinach), betonte zur Zusammenarbeit beim Projekt eines Quartier-Batteriespeichers zur Speicherung von Solarstrom: «Das Hightech Zentrum hat uns super unterstützt. Dank diesem Projekt können wir mit einem neuen Service punkten.»

«Zentrum ist gewinnbringend»

Mit der Wahrnehmung des Zentrums und seiner Zukunft setzten sich in einem Gespräch Marianne Binder, (Grossrätin und Präsidentin CVP Aargau), Thomas Buchmann (Leiter Amt für Wirtschaft und Arbeit im DVI) und Martin Bopp (Geschäftsführer Hightech Zentrum Aargau AG) auseinander.

«Ein wichtiges Ziel», so Buchmann, «ist die Positionierung des Kantons als Innovationsstandort. Das setzt voraus, dass das Hightech Zentrum genügend Mittel erhält.» Binder wies auf den Rechtfertigungsdruck hin, dem sich das Zentrum gegenübersieht und stellte fest: «Das Hightech Zentrum ist jetzt schon gewinnbringend.» Martin Bopp versicherte: «Wir wollen das Zentrum weiterführen und uns steigern. Wir wollen aber auch die Unternehmen stärker an der Finanzierung der Projekte beteiligen.»

«Wir wollen das Zentrum weiterführen und uns steigern. Wir wollen aber auch die Unternehmen stärker an der Finanzierung der Projekte beteiligen.»

Geschäftsführer Martin A. Bopp:

 «Wir wollen das Zentrum weiterführen und uns steigern. Wir wollen aber auch die Unternehmen stärker an der Finanzierung der Projekte beteiligen.»

Von dieser Beteiligung verschont bleibt das Projekt der UAVenture (Aarau), das eine Autopilot-Software für Drohnen zum Gegenstand hat. Für dieses 1000. Projekt des Hightech Zentrums erhielt Andreas Antener von UAVenture von Bopp einen Gutschein für die Kostenbeteiligung überreicht.