Brugg
Jetzt wird in der Stadt Brugg an der Steuerschraube gedreht

Der Stadtrat von Brugg hat das Budget 2013 vorgestellt. Eine Steuerfusserhöhung um 5 Prozentpunkte von 95 auf 100 Prozent erachtet er als notwendige und vertretbare Massnahme.

Claudia Meier
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Brugg will Steuern erhöhen - oder muss wohl eher.

Brugg will Steuern erhöhen - oder muss wohl eher.

AZ

«Wir haben uns ganz bewusst auf eine moderate Steuererhöhung beschränkt», sagte Stadtammann Daniel Moser bei der Vorstellung des Budgets 2013. Markant steigende Kosten im Gesundheitsbereich hätten den aber Stadtrat veranlasst, für das neue Budget genau über die Bücher zu gehen, räumte Vizeammann Martin Wehrli, zuständig für die Finanzen der Stadt, ein.

Allein für die Spital- und Pflegefinanzierung muss die Stadt für 2013 mit Kosten von 3,69 Millionen Franken rechnen. Das entspricht einer Zunahme von 20 Prozent gegenüber den prognostizierten Kosten für 2012.

Trotz Steuererhöhung auf Vermögen zurückgreifen

Mit Sparmassnahmen alleine lässt sich das Budget nicht ausgleichen, denn die Möglichkeiten sind bescheiden. «Die Stadt Brugg kann nur 30 Prozent der Kosten selber beeinflussen. 70 Prozent sind fremdbestimmt», so Wehrli. Dementsprechend gering erweist sich das Sparpotenzial. Trotz vorgesehener Steuererhöhung um 5 Prozentpunkte und höheren Einnahmen durch Dividenden weist das Budget 2013 ein Minus von 1,3 Millionen Franken auf. Auf das Vermögen muss - wie bereits in den vergangenen Jahren - auch in den kommenden Jahren zugegriffen werden, wie ein Blick auf den Finanzplan bis 2017 zeigt.

Alle Gemeinden haben diese Sorgen

Mit diesen Sorgen ist die Stadt Brugg nicht alleine. «Alle Gemeinden müssen immer mehr Lasten vom Kanton übernehmen. Das beschäftigt alle Gemeindeammänner», sagt Stadtammann Daniel Moser. Die geplante Steuerfusserhöhung sei «ein verantwortungsvoller Schritt, um den Abwärtstrend zu brechen», so Moser.