Die Fusion ist unter Dach und Fach: Diese Woche hat die Landi Wasserschloss dem Zusammenschluss mit der Weinbaugenossenschaft Mandach zugestimmt. Letztere gab bereits an der Generalversammlung am 9. April grünes Licht.

Rückblick: Ende Oktober des letzten Jahres schloss der Dorfladen in Mandach aus wirtschaftlichen Gründen seine Türen. Das Gebäude an der Hauptstrasse wird jetzt für 1,2 Mio. Franken saniert und umgebaut. Eingerichtet werden drei Wohnungen.

Die Diesel-Tankstelle bleibt für die bisherigen Kunden, die über einen Schlüssel verfügen, in Betrieb. Der Bezug von Benzin allerdings ist nicht mehr möglich. Um den Weinverkauf kümmern sich in Zukunft die einheimischen Produzenten. «Sie organisieren sich selbstständig», sagt Ursula Hirschi, Präsidentin der Weinbaugenossenschaft Mandach.

Die Fusion sei seriös vorbereitet worden und habe nicht allzu hohe Wellen geworfen, weder sei es zu grösseren Diskussionen gekommen noch seien viele Fragen aufgetaucht, stellt Ursula Hirschi fest. «Diese Entwicklung hat sich abgezeichnet. Die Mitglieder und die Bevölkerung wussten Bescheid und zeigten Verständnis.» Ursula Hirschi ist überzeugt, dass die Lösung mit einem grossen Partner Vorteile mit sich bringt.

«Bei der Landi Wasserschloss sind wir in guten Händen. Wir sind Teil einer starken und professionell geführten Organisation und können zuversichtlich nach vorne blicken.» Für die Landwirte seien die Bedingungen gut, fährt Ursula Hirschi fort. «Sie können profitieren.»

Die Ladenschliessung sei für das Dorf kein riesiger Verlust, ist sich Ursula Hirschi sicher. Sie sieht sogar die Vorzüge für die Kunden: «Es kann doch auch schön sein, die Einkäufe auswärts zu tätigen und einmal einen anderen Laden zu besuchen.»

Aber selbstverständlich gehe mit der Fusion eine Ära zu Ende, ist sich Ursula Hirschi bewusst. Die Mandacher Genossenschaft sei in ihrem fast 120-jährigen Bestehen «ganz lange eine ganz gute Sache» gewesen. Heute aber seien die Einheiten zu klein, die Strukturen veraltet. Die Anforderungen seien gestiegen und die administrativen Aufgaben hätten zugenommen. Kurz: «Der Wandel hat sich auch bei uns bemerkbar gemacht.»