Windisch
Jetzt wird abgebaut, bald spriesst neues Leben

Rund drei Monate dauern die just begonnenen Abbrucharbeiten auf dem Kunzareal in Windisch. Nächstes Jahr «spriesst» neues Leben auf den Plätzen der beiseitegeschafften Altbauten.

Edgar Zimmermann
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Das Kesselhaus wird in diesen Tagen als erster Altbau beseitigt. nn

Das Kesselhaus wird in diesen Tagen als erster Altbau beseitigt. nn

Gestern Morgen sind die Bagger aufgefahren. Als Erstes wurde das alte Kesselhaus abgerissen. Ab Montag folgt die ehemalige Feinspinnerei. Gegen Ende August werden die Anbauten der Spinnerei 3 sowie das Heizungsgebäude entfernt. Im Oktober schliesslich müssen die Schuppen auf der Ostseite des Geländes weichen. Wie Manuel Basler vom Ingenieurbüro Steinmann, Brugg, erklärt, dürften alle Abbrucharbeiten, die auch das Sortieren der einzelnen Baustoffe nach sich ziehen, Ende Oktober beendet sein. Insbesondere mussten Asbest und schadstoffbelastete Böden fachgerecht entsorgt werden. Das hat zu Verzögerungen der Abbrucharbeiten geführt.

Die Postauto-Haltestelle ist inzwischen zum Restaurant Kurve verlegt worden. Auf dem Verkehrsknoten Arealeingang werden ab nächster Woche Baustelleninstallationen ausgeführt, am 20.August beginnen gemäss Hans-Peter Rauber von der Windischer Bauverwaltung die Arbeiten für die Leitungsanschlüsse (Wasser, Elektrizität, Kommunikation, Fernwärme und Gas); der Verkehr auf der Dorfstrasse wird durch eine Lichtsignalanlage geregelt. Der Aushub für die Tiefgarage ist ab Herbst geplant. Anzulegen ist dann eine noch namenlose, vier Meter breite und um ein Trottoir ergänzte Verbindungsstrasse von der Dorf- zur Spitzmattstrasse durch das Areal hindurch.

«Eastside» kommt ab 2013

Nächstes Jahr «spriesst» neues Leben auf den Plätzen der beiseitegeschafften Altbauten. Etwa die Überbauung Eastside mit 61 Mietwohnungen. In der denkmalgeschützten Spinnerei 3 werden 50 Lofts eingebaut. Anstelle der Feinspinnerei werden ab 2014 weitere 20 Wohnungen, die wie die Lofts im Stockwerkeigentum abgegeben werden, erbaut.

Auf dem Areal entstehen auch Büro- und Gewerbeflächen, rund 2000 Quadratmeter im Zentrum West und 700 im Gebäude «Heinrich». Bauherrin ist die Hiag Immobilien AG. Galt zur Spinnereizeit für das Fabrikgelände ein «Betreten verboten», entsteht nun ein neues Dorfquartier. Auch das Postauto wird künftig durch dieses Quartier verkehren.