Brugg
Jetzt steht fest: Hospiz kann wachsen

Die Nachfrage nach Patientenzimmern steigt: Bald wird das Hospiz Aargau Palliative Care in Brugg mehr Räume haben.

Elisabeth Feller
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Margrit Güntert und Rolf Tschannen teilen sich die Geschäftsleitung des Hospiz-Vereins Aargau.

Margrit Güntert und Rolf Tschannen teilen sich die Geschäftsleitung des Hospiz-Vereins Aargau.

Elisabeth Feller

Freude beim Hospiz Aargau Palliative Care in Brugg: Es darf wachsen. Der Vorstand des Aargauer Hospiz-Vereins hat soeben einer Erweiterung um drei auf – neu – neun Zimmer zugestimmt. Diese wurde schon länger intensiv diskutiert.

Vorgeschichte: Vor vier Jahren zog das damalige Hospiz an der Reuss (Klostergebäude Gnadenthal) in Niederwil nach Brugg ins Pflegezentrum Süssbach an der Fröhlichstrasse um – und zwar in Räume, wo sich früher die Gebärabteilung des einstigen Bezirksspitals Brugg befunden hatte.

Ausschlaggebend für die Übersiedlung von Niederwil nach Brugg waren zwei Gründe: einerseits die zentrale Lage des neuen Domizils; andererseits die Möglichkeit zur Expansion. Das Hospiz Aargau Palliative Care hatte in Niederwil vier, in Brugg sechs Patientenzimmer. Und nun sollen es, ebenfalls auf der dritten Etage, schon bald neun sein. «Die Nachfrage von schwerst erkrankten Menschen, die ihren letzten Lebensabschnitt im Hospiz verbringen wollen, ist in den letzten Jahren permanent gestiegen», sagen Margrit Güntert und Rolf Tschannen, die sich seit Anfang dieses Jahres die Geschäftsleitung des Hospiz-Vereins teilen.

An idealen Bedingungen für eine Erweiterung mangelt es nicht: Gleich neben dem Hospiz befinden sich nämlich Zimmer, die dem Pflegezentrum Süssbach gehören. Hans Bürge, Geschäftsleiter der Stiftung Gesundheit Region Brugg, zuständig für die Immobilien, hatte dem Hospiz immer wieder signalisiert, dass das Pflegezentrum bereit sei, seine Räume im dritten Stockwerk abzutreten, vielmehr langfristig zu vermieten.

Einzige Bedingung: «Wir hatten uns schnell zu entscheiden, weil der Süssbach umgebaut und erweitert wird. Wir wussten: Würden wir nicht jetzt die Chance ergreifen, gäbe es anstelle dreier zusätzlicher Hospiz-Zimmer anders genutzte Räumlichkeiten für die Süssbach AG», betont Rolf Tschannen.

Doch nun hat der Hospiz-Vorstand Ja zur Hospiz-Erweiterung gesagt – ein Schritt «mit weitreichenden Folgen», wie Co-Geschäftsleiter Tschannen weiss. «Allein mit den drei zusätzlichen Räumen, die bereits vorhanden sind, also nicht neu gebaut werden müssen, ist es nicht getan.»

Die Erweiterung wird zwangsläufig eine Aufstockung des Hospiz-Personals und zudem auch einen Mehraufwand der Administration bedingen. Das muss im Detail genauso abgeklärt werden wie die noch nicht «zu 100 Prozent stehende Finanzierung». Aber: Verläuft alles nach Konzept und Plan könnten die zusätzlichen drei Patientenzimmer entweder im Dezember 2014 oder im Januar 2015 bezogen werden.

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