Windisch

«Jetzt sind wir bereit für die Zukunft»

Regierungsrätin Susanne Hochuli zeigte sich begeistert davon, dass das Alterszentrum näher ans Dorfleben rückt.

Regierungsrätin Susanne Hochuli zeigte sich begeistert davon, dass das Alterszentrum näher ans Dorfleben rückt.

Am Sonntag hat die Sanavita AG das neue und umgebaute Pflegezentrum Lindenpark eingeweiht.

«Das erweiterte und umgebaute Zentrum soll zu einem neuen Daheim werden», sagte Susanne Hochuli, Regierungsrätin und Frau Landammann, am Sonntag vor dem neuen Pflegezentrum. «Was mich in diesem Zusammenhang am Lindenpark besonders freut, ist, dass das Alterszentrum für alle geöffnet wird und es so näher an die Dorfbevölkerung rückt und umgekehrt. Die Teilhabe an der Gesellschaft soll mit dem Einzug in ein Pflegezentrum auf keinen Fall vorbei sein», führte sie weiter aus. Die Feier fand bei strahlendem Sonnenschein vor dem Lindenpark statt und wurde durch die Jazzband «The Swinging Grooveties» umrahmt. Anschliessend konnten die Anwesenden das neu eingeweihte Pflegezentrum auf einem Rundgang erkunden.

Eine Million mehr

«Vor zehn Jahren haben wir erkannt – damals noch etwas verschwommener als heute –, dass wir nicht ganz fit für die Zukunft sind», sagt Robert Kamer, Verwaltungsratspräsident der Sanavita AG, der Bauherrin der Erweiterung des Lindenparks und dessen Betreiberin. Die zu kleinen Zimmer, ungenügenden Nasszellen und zu wenigen Betten seien damals als grösste Probleme erkannt worden, erklärt Kamer, und diese seien mit einer Pinsel-Renovation nicht zu beheben gewesen. «So beschloss Sanavita, einen Architektur-Wettbewerb auszuschreiben, aus welchem das heute realisierte Projekt von Erdin Koller Architekten als Sieger hervorging», sagt der Verwaltungsratspräsident. Die Kosten für dieses Projekt beliefen sich auf 25 Millionen Franken. Dies sei allerdings eine Million mehr als ursprünglich geplant. «Ausgelöst wurden diese Mehrkosten unter anderem durch die Erhöhung der Bettenzahl von 120 auf 128», kann Kamer aber einleuchtend begründen.

Komplexer Bau

«Unser Konzept bestand darin, die bestehende Bausubstanz – ein siebenstöckiges Gebäude aus den 60er-Jahren – in Etappen zurückzubauen und durch Neubauten zu ersetzen. So konnten wir den Betrieb des Pflegeheims während der ganzen Bauzeit gewährleisten, und die Bewohner konnten mit Einschränkungen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben», sagt Jürg Erdin von Erdin Koller Architekten. Der Bau unter Betrieb war komplexer als gedacht, es mussten Provisorien erstellt werden, und die Etappierungsplanung sei sehr herausfordernd gewesen: Vier Gebäude wurden abgebrochen und zwei neue gebaut. Das Abschotten der Teile in Betrieb sei nicht immer gelungen, so kam es zu Wasserschäden. «Aber am Ende freut man sich über die Ideen, die erfolgreich umgesetzt wurden, etwa über die Begrünung der Fassaden.» Hansedi Suter, Gemeindeammann von Habsburg, neben Windisch und Mülligen eine der drei Trägergemeinden, die zusammen 100 Prozent der Sanavita AG halten, zeigte sich stolz, beim Projekt an Bord zu sein. «Während der Besuche bei meiner Mutter, die hier lebt, habe ich gemerkt und gespürt: Hier kann man leben und sein», sagte er. Visionen zu haben und den Mut, sie umzusetzen, dieses Motto habe den Bau seit dem Spatenstich begleitet, sagt Kamer: «Nicht zuletzt dank diesem Motto sind wir jetzt – nicht wie vor zehn Jahren – fit und bereit für die Zukunft.»

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