Die 226 anwesenden neu- und wiedergewählten Gemeinderäte der Bezirke Brugg und Zurzach gelobten – zum Wohl der Gemeinschaft –, die Verfassung und das Gesetz zu befolgen sowie die Pflichten ihres Amtes gewissenhaft zu erfüllen.

In seiner Ansprache wies Regierungsrat Urs Hofmann an der offiziellen Inpflichtnahme am Donnerstagabend in der reformierten Kirche in Brugg darauf hin, dass die Gewählten Verantwortung tragen für die Gemeinde, den Kanton und die Gesellschaft. Sie hätten sich bereit erklärt, das Gemeinwesen mit ihrer Tatkraft und ihren Ideen weiterzubringen.

Als Behördenvertreter müssten sie unabhängig sein und die persönlichen Interessen zurückzustellen, fuhr Hofmann fort. Es gelte, nicht nur für sich selber und das persönliche Umfeld, sondern auch für die anderen zu denken. «Das ist eine anspruchsvolle, nicht immer einfache Aufgabe.» Er sei aber überzeugt, fügte Hofmann an, dass die Tätigkeit eine Bereicherung sei.

Amt ist mehr als ein Hobby

Ursula Berger, Präsidentin der Konferenz der Gemeindeammänner und Schreiber (KAS) Bezirk Brugg sowie Gemeindeammann in Birrhard, bestätigte, dass ein solches Amt zwar nicht nur Freude bereite. Aber die vielen Bereiche, die Personen, die man kennenlerne, seien interessant.

Ein solches Amt sei mehr als ein Hobby, man sorge für die Weiterentwicklung der Gemeinde, sagte Ursula Berger. Sie ermunterte die Anwesenden dazu, diese Freizeitbeschäftigung zu geniessen.

Blick in Region ist wichtig

Für Rolf Laube, Präsident der Gemeindeammänner-Vereinigung des Bezirks Zurzach und Gemeindeammann in Mellikon, ist es wichtig, für die Anliegen der Bevölkerung in der Gemeinde offen zu sein, Anregungen und Ideen entgegenzunehmen.

Auch wenn die Entscheidungen und das Wirken der Gemeinderäte in erster Linie dem Wohl der Gemeinde dienen, werde es immer bedeutender, für gewisse Aufgaben den Blick in die Region zu werfen, stellte Laube fest. Alle seien gefordert, denn: «Das bedeutet auch, dass wir den Mut haben müssen, bewährte Strukturen und Abläufe zum Wohl der Region zu überdenken. Die Zukunft wird von unseren Ideen und Entscheidungen abhängig sein.»

Musikalisch umrahmt wurde die Inpflichtnahme von Ursus Gerber (Gitarre) und Markus Joho (Violine).