Ein dringliches Geschäft der Begleitgruppe Steinbrüche der Jura Cement Fabriken AG (JCF) besteht darin, für die Abbauverfahren eine Reduktion aller möglichen Immissionen zu überprüfen sowie Alternativen aufzuzeigen. Die Jura Cement Fabriken AG hat der Montanuniversität Leoben, Österreich, den Auftrag für die Untersuchungen gegeben. An ihrer Sitzung im Januar hat die Begleitgruppe die Resultate der Untersuchung zur Kenntnis genommen.

Durchgeführt wurde diese im Zeitraum von Mai bis November 2014. Die Studie kommt, hält die Begleitgruppe Steinbrüche JCF im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde Veltheim fest, zu folgenden Schlüssen: Die im Steinbruch Wildegg der Jura Cement eingesetzte Sprengarbeit entspricht dem heutigen Stand der Technik; das Messen und die Dokumentation der Sprengerschütterungen sind professionell, dürften noch stärker mit den Sprengparametern korreliert werden; die Sprengerschütterungen liegen unter einer möglichen Schadensgrenze; im Bereich der Sprengarbeit gibt es noch zu nutzendes Optimierungspotenzial.

Folgestudie zu Sprengalternativen

Um weitere Kenntnisse zum Erschütterungsverhalten zu bekommen, wird eine Folgestudie mit folgenden Zielsetzungen durchgeführt: Klärung der Korrelation zwischen Erschütterungen und Sprengparametern; Quantifizierung des Optimierungspotenzials zur weiteren Reduktion der Sprengemissionen. «Gleichzeitig werden Alternativen zum Sprengen untersucht», führt die Begleitgruppe Steinbrüche JCF aus. Gegebenenfalls könne in kritischen Bereichen mit einer Kombination aus Auflockerungssprengungen und mechanischer Gewinnung gearbeitet werden. «Es gilt zu beachten, dass auch bei mechanischen Verfahren Emissionen entstehen, jedoch nicht die gleichen wie bei Sprengungen.» Letztlich gilt es laut Begleitgruppe Steinbrüche JCF aufgrund der Abklärungen abzuwägen, wo welche Verfahren eingesetzt werden können, «um im Rahmen der Wirtschaftlichkeit die Immissionen optimal zu reduzieren».

Um der Montanuniversität Leoben für die Nachfolgeuntersuchung die wesentlichen Fragestellungen mitgeben zu können, sind die betroffenen Anwohner gebeten, ihre Beobachtungen und Fragen im Zusammenhang mit dem Abbau bis Freitag, 20. Februar, der jeweiligen Gemeindekanzlei (Auenstein oder Veltheim) zukommen zu lassen. (az)