Brugg
Jetzt ist es richtig bequem im «Odeon»

Aufatmen im Kulturhaus: Heute Freitag beginnt die Saison – diesmal mit brandneuen Stühlen.

Michael Hunziker
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Sie sind voller Elan und freuen sich auf den Saisonstart: Sue Luginbühl, Leiterin Bühne, und Stephan Filati, Betriebsleiter, nehmen auf den neuen Stühlen Platz. mhu

Sie sind voller Elan und freuen sich auf den Saisonstart: Sue Luginbühl, Leiterin Bühne, und Stephan Filati, Betriebsleiter, nehmen auf den neuen Stühlen Platz. mhu

Michael Hunziker

«Die Erleichterung ist gross», sagt «Odeon»-Betriebsleiter Stephan Filati mit einem Schmunzeln. Diese Woche sind im Brugger Kulturhaus die neuen, gepflegten grauen Kinostühle montiert worden. «Die Sessel sind bequem und stabil, wir sind sehr zufrieden», stellt Filati bei einem Augenschein fest. 185 Plätze stehen zur Verfügung, dazu neu auch zwei Rollstuhlplätze.

Ein erstes Mal ersetzt wurde die Bestuhlung – nach Umtrieben und Verzögerungen – schon im letzten Herbst. Allerdings entsprachen die damals gelieferten Sessel nicht den Erwartungen. Sie sind deshalb bereits wieder abmontiert und verschenkt worden (die az berichtete). Das Angebot sei auf reges Interesse gestossen, Abnehmer der alten Stühle waren Mitglieder von Vereinen genauso wie Vertreter von Jugendtreffs, sagt Filati.

"Happy End"

Die ganze Sache habe einige Nerven gekostet, ergänzt der Betriebsleiter. «Wir sind froh, dass die Geschichte doch noch einen glücklichen Abschluss fand. Jetzt können wir beruhigt in die Saison starten.» In dieser gibt es neben der Bestuhlung weitere Neuerungen: Die Tickets können ab sofort online über die aufgefrischte Website reserviert und bezogen werden.

Sue Luginbühl, die Leiterin des Bereichs Bühne, kündigt als Neuheit das Kulturdinner sowie die Lyrik-Reihe an. Sie freut sich, dass ein vielseitiges Programm mit Musik, Theater und Literatur präsentiert werden kann und auch bekannte Namen im «Odeon» zu Gast sein werden. «Zu vielen Künstlern bestehen schöne Kontakte», sagt Sue Luginbühl. «Sie treten gerne bei uns auf.»

Eintauchen in Fantasiewelt

Den Anfang macht heute Abend Sängerin Anna Rossinelli mit ihren beiden Bandkollegen. Weitere Höhepunkte sind die Auftritte von Sina, Peter Bichsel, Sarah Hakenberg – oder Schriftsteller Urs Augstburger und seinen Freunden mit dem Programm «Kleine Fluchten» am Freitag nächste Woche. Persönlich ist Sue Luginbühl auch gespannt auf Shani Diluka und Carlos Martinez im November. Die Pianistin und der Pantomime entführen die Besucher in eine poetische Fantasiewelt. Apropos: In eine solche tauchen ebenfalls die Kinder ein beim «Zauberfaden» in den Herbstferien. Der Anlass, bei dem die Tradition des Geschichtenerzählens auflebt, fand im letzten Jahr erstmals statt und kam von Beginn weg gut an.

Sue Luginbühl ist voller Elan. Die vergangene Saison sei sehr erfolgreich verlaufen, was eine grosse Motivation sei für die rund 40 kulturbegeisterten Freiwilligen, die sich beteiligen an der Organisation der insgesamt rund 50 Anlässe. Zu diesen gehören 10 Kindervorstellungen, die zusammen mit dem Kulturkreis Windisch durchgeführt werden.

Unter Filmen hats Perlen

Auch das letzte Kinojahr war äusserst erfolgreich, führt Betriebsleiter Stephan Filati aus. Ohne Zahlen zu nennen: Dank den Schweizer Filmen «Usfahrt Oerlike», «Schellen-Ursli» oder «Heidi» habe sogar ein Zuschauerrekord aufgestellt werden können. Bewährtes und Beliebtes wird beibehalten, wie die Filmnacht samt passendem Essen – diesmal ist sie der australischen Schauspielerin Cate Blanchett gewidmet – oder die Filmreihen «Kinoreif» für die Senioren sowie «Campus Cinema», die zusammen mit Studenten und Dozenten angeboten wird. Am Filmgespräch sind jeweils Expertinnen oder Experten anwesend. Am 23. November beispielsweise, wenn der Film «Offshore» gezeigt wird, stattet Whistleblower Rudolf Elmer dem «Odeon» einen Besuch ab. Weitere Filmreihen sind «Architektur – Baukultur», «Film im Film», «Film und Recht» sowie «Kultfilme – Kultdrinks». Es handle sich wohl schweizweit um ein einzigartiges Angebot, fügt Filati an. Es habe, verspricht der Betriebsleiter, einige Perlen darunter.

Ein weiterer guter Grund, dem Cinema Odeon einen Besuch abzustatten, bietet sich diesen Sonntag, am Schweizer Tag des Kinos, wenn ab 11 Uhr aktuelle Filme zum Eintrittspreis von nur gerade 5 Franken zu sehen sind.