In einer Bar, einem Restaurant oder einem Shop schnell und unkompliziert das Smartphone aufladen: Das verspricht «PowerHUB», ein Produkt des gleichnamigen windischer Start-up-Unternehmens.

Das runde Gerät besitzt ein Ladekabel für iPhones und eines für Android-Geräte. Die Ladegeräte können vor Ort von den Kunden bezogen und nach dem Gebrauch wieder an die lokale Ladestation angeschlossen werden. Mithilfe einer App können die Nutzer solche lokale Ladestationen auf einer Karte finden.

Die Idee stammt von Mauricio Quiroz und Felipe Bonilla. Sie sind die Co-Founders des jungen Start-up-Unternehmens Power Hub GmbH, das im Mai 2016 in Windisch gegründet wurde. Quiroz und Bonilla wollten eine Lösung für ein alltägliches und sehr relevantes Problem entwickeln: die allgegenwärtige Akkuknappheit bei Smartphone-Nutzern.

«Unser Business-Modell basiert auf der sogenannten ‹Sharing Economy›. Wir wollen, dass die Leute unsere Geräte untereinander teilen, statt dass jeder eine einzelne oder gar mehrere Powerbanks besitzt», sagt Dominika Kvetanova, Projektmanagerin von «PowerHUB». Ausschlaggebend für die Idee war laut Kvetanova der berufliche Hintergrund der beiden Gründer in Asien. Damit hatten sie nämlich direkten Zugang zu innovativen Technologien.

Kostenloser Service für die Nutzer

«PowerHUB» sei eine originelle Marketing-Lösung, die gleichzeitig die Möglichkeit biete, ganz bequem Smartphones laden zu können. Die Partner der Power Hub GmbH haben zwei Optionen. Sie können die «PowerHUBs», die von einem der Werbepartner gesponsert werden, kostenlos beziehen. Diese wiederum nutzen «PowerHUB» als Marketing-Plattform.

Die Partner können die Modelle aber auch auf Miet- oder Kaufbasis erwerben, um beispielsweise ihre eigene Werbung auf dem Produkt zu platzieren. «90 Prozent unserer Partner setzten aber auf die kostenlose Nutzung», sagt Kvetanova. Das Start-up-Unternehmen finanziere sich durch Werbepartner sowie durch die Einnahmen beim Kauf oder der Miete von «PowerHUBs».

Zurzeit besteht das Team aus zwei lokalen Vollzeitangestellten, Mauricio Quiroz und Dominika Kvetanova, sowie aus den zwei Teilzeitmitarbeitern Felipe Bonilla und Jacobo Garcia, die beide im Ausland stationiert sind. Gegenwärtig erforschen sie Marktmöglichkeiten in Europa, Asien sowie anderen Orten auf der Welt.

«PowerHUB» zählt bereits 136 Locations in insgesamt 15 Schweizer Städten und namhafte Werbepartner wie Swisscom, Heineken und Calanda zu seinen Kunden. Bis Ende 2017 will das Start-up laut Kvetanova in 1500 Locations präsent sein.

«Dem Nutzer bietet der ‹PowerHUB› Freiheit, Komfort und Privatsphäre», erklärt sie. Ausserdem sei man nicht an einen Stromanschluss gebunden und müsse sich auch nicht von seinem Smartphone, das private Inhalte enthält, trennen. Die Geräte können jedoch nur auf der entsprechenden Ladebasis wieder aufgeladen werden, weshalb sie privat nutzlos sind.

Auch Bruno Vogel, Besitzer der Katarakt-Bar in der Brugger Altstadt, setzt seit Juni auf «PowerHUB». «Ich finde das eine tolle Sache. Mit den Ladegeräten kann ich meinen Gästen einen Mehrwert bieten, der mich selbst nichts gekostet hat», sagt er. Laut ihm haben die Leute früher ständig nach einem Stromanschluss in der Bar gefragt.

«Jetzt ist es viel einfacher. Ich mache sie auf die neue Lademöglichkeit in der Bar aufmerksam» erklärt Vogel. «Den Gästen kann ich etwas Gutes tun, da der Service für sie kostenlos ist», fährt er fort.

Von seinen Gästen habe er bis jetzt nur positive Rückmeldungen erhalten. «Die fünf ‹PowerHUBs› gebe ich sicherlich so schnell nicht mehr her. Ich finde, die Geräte sind zukunftsfähig», sagt Vogel.