Hausen
Jetzt gehts um die Zukunft des Dahlihauses

Wie geht es weiter mit dem Dahlihaus in Hausen? Wegen der zeitlichen Belastung ist es für den Gemeinderat nach eigenen Angaben schwierig, aktiv ein Projekt in Angriff zu nehmen.

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Das Dahlihaus in Hausen

Das Dahlihaus in Hausen

hpw/Archiv

Trotzdem müsse die Diskussion über die Zukunft des Dahlihauses jetzt geführt werden, denn der Zerfall des Gebäudes schreite voran. «Bereits ein Frühlingssturm kann das Dach zum «Einstürzen bringen», so die Behörde. Vorgesehen ist, an der nächsten Gemeindeversammlung unter dem Traktandum «Verschiedenes» über das Thema zu informieren.
Abbruch ist sistiert
Zur Erinnerung: An der Informationsveranstaltung vom 6. Juni 2012 hat der Gemeinderat die Gespräche um das mittlerweile leerstehende und baufällige Haus in Gang gebracht. Da die Bausubstanz marode ist, war die Behörde der Meinung, dass ein Abbruch nicht mehr vermieden werden kann. Sie rief interessierte Einwohner dazu auf, sich bis Ende 2012 zu melden und ihre Vorstellungen darzulegen. Sollte sich niemand melden, werde 2013 ein Abbruchgesuch vorbereitet.
Mittlerweile hat sich eine «Aktionsgruppe Dahlihaus» gebildet und der Abbruch des Gebäudes ist vorläufig sistiert. Zwischen der «Aktionsgruppe Dahlihaus» und dem Gemeinderat hat im Januar dieses Jahres ein Gespräch stattgefunden. Eine Delegation der Gruppe räumte aufgrund der vorliegenden Expertisen zwar ein, dass ein Abbruch der bestehenden Gebäudestruktur wohl nicht zu vermeiden sei. Trotzdem soll ihrer Ansicht nach das Gebäude in seiner Grundstruktur rekonstruiert und umgenutzt werden.
Gemeinderat will neutral bleiben
Der Gemeinderat hat der Aktionsgruppe empfohlen, sich als Verein zu organisieren. «Sollte sich durch die Vereinsgründung und den weiteren Prozess zeigen, dass eine Rekonstruktion des Dahlihauses - inklusive Kostenfolgen - mehrheitsfähig sein könnte, würde dies ein Traktandum an einer Gemeindeversammlung zur Folge haben», so die Behörde. Sie werde diesen Prozess aktiv beobachtet, jedoch nicht mitgestalten. «In der Sache möchte sich der Gemeinderat neutral verhalten.»
Die Behörde priorisiert vor allem Projekte für die Gemeindeinfrastruktur (Schulraum, Strassen, Werkleitungen etc.), die infolge des starken Bevölkerungswachstums entsprechend anzupassen sei. «Diese Projekte binden bereits viele Ressourcen und auch finanzielle Mittel.»

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