Villigen

Jetzt fahren in Villigen die Bagger auf: Werkhof erhält einen Neubau

Grosse Freude über den Baubeginn herrscht bei den Behördenmitgliedern und den Vertretern von Bauamt, Baukommission sowie Planungs- und Baufirmen.

Grosse Freude über den Baubeginn herrscht bei den Behördenmitgliedern und den Vertretern von Bauamt, Baukommission sowie Planungs- und Baufirmen.

Die Freude, dass die Arbeiten beginnen, sei zu spüren, hat Gemeinderat Peter Gut am Dienstagabend in Villigen festgehalten. Kein Wunder, schliesslich habe die Planungsphase für die Überbauung im Winkel genug lange gedauert.

Im Beisein von Behördenmitgliedern und Vertretern von Bauamt, Baukommission sowie Planungs- und Baufirmen hat in Villigen der Spatenstich für die Überbauung im Winkel stattgefunden. Gemeinderat Peter Gut wünschte sich eine unfallfreie Bauzeit und Wetterglück – damit man später einmal sagen könne, alles sei gut herausgekommen.

Diesen Ausführungen schloss sich Architekt André Jacquat aus Villigen an. Er bedankte sich bei den Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Geduld und fügte an: «Ich freue mich auf die folgenden anspruchsvollen Aufgaben.» Jacquat wies darauf hin, dass es sich bei der Überbauung im Winkel eigentlich nicht nur um einen Bau, sondern um vier Vorhaben handelt.

Wohl über ein Jahr Bauzeit

Konkret: Realisiert wird ein Neubau für den Werkhof mit einem Annexgebäude. Heute ist der Werkhof auf mehrere Standorte verteilt. Mit dem Neubau kann er an einem Ort zusammengelegt werden. Geschaffen wird an zentraler Lage Platz für Fahrzeuge, Gerätschaften, Lager, Büro, Aufenthaltsraum, Garderobe und WC. Wann genau der Bau vollendet ist und bezogen wird, sei schwierig abzuschätzen, so der Architekt. Die Tätigkeiten seien witterungsabhängig. Er gehe aber davon aus, dass die Bauzeit mindestens rund ein Jahr betragen werde.

Weiter wird das geschützte Feldweibelhaus mit Baujahr 1861/63 erhalten und umgebaut. Eingerichet werden drei moderne Wohnungen. Ebenfalls erstellt werden auf dem Areal ein Entsorgungsplatz sowie 72 Parkplätze und ein Spielplatz. Will heissen: Der Entsorgungsplatz, der sich zurzeit am Rand der Gemeinde befindet, wird an eine gut zugängliche Stelle verlegt und die Parkplatz-Situation bei der Trotte kann entschärft werden.

Die ganze Vorgeschichte wollte der Architekt nicht aufrollen. Er erwähnte, dass das Terminprogramm zum Schluss eng gewesen sei, trotzdem aber wie vorgesehen habe umgesetzt werden können.

Zur Erinnerung: Ein Wettbewerb für einen Werkhof wurde bereits 1989 bewilligt. Die Gemeindeversammlung lehnte das Vorhaben 1992 allerdings ab. Erst 2007 folgte der nächste Schritt und es wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Die Tätigkeiten wurden – durch den Zusammenschluss der Feuerwehr Geissberg – aber nicht mehr weiterverfolgt. 2012 schliesslich gab der Gemeinderat ein neues Konzept in Auftrag. Gleichzeitig wurde eine Kommission «Werkhof Villigen» einberufen.

Kurz: Nach vielen Gesprächen, Plänen, Studien und Beschlüssen fiel der Entscheid, das geschützte Feldweibelhaus stehen zu lassen und als Wohnraum zu nutzen. Für das Projekt «Überbauung im Winkel» genehmigte die Gemeindeversammlung im November des letzten Jahres einen Kredit von 5,9 Mio. Franken.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1