Regionale Entwicklung
Jetzt blicken Brugger Gemeinden über ihren Tellerrand

Die Gemeinden im Bezirk Brugg wollen Herausforderungen wie Wohnen, Mobilität, Bildung usw. vermehrt gemeinsam angehen. Ein Regionalentwicklungskonzept dient als Grundlage für Planungen und als Leitfaden für Standortförderung.

Michael Hunziker
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Blick vom Bözberg: Die Themen Siedlung und Landschaft beschäftigen genauso wie Erholung und Tourismus.Claudia Meier

Blick vom Bözberg: Die Themen Siedlung und Landschaft beschäftigen genauso wie Erholung und Tourismus.Claudia Meier

An Herausforderungen mangelt es nicht in der Region Brugg. Offene Fragen bestehen im Bereich Siedlung, Landschaft und Mobilität genauso wie im Bereich Wirtschaft, Bildung und Forschung sowie im Bereich Kultur, Freizeit, Erholung und Tourismus. Anders gesagt: Es handelt sich um Aufgaben, die über ein einzelnes Gemeindegebiet hinaus wirken.

Diese Aufgaben sollen nun gemeinsam angepackt werden. Aus diesem Grund ist ein Regionalentwicklungskonzept (REK) erarbeitet worden. Dieses dient künftig als Grundlage für die weiteren regionalen und kommunalen Planungen sowie als Leitfaden für die regionale Standortförderung.

Für positives Image wird gesorgt

Definiert werden die Ziele der angestrebten Entwicklungen und genannt werden die Strategien, die zu diesen Zielen führen. Festgehalten ist, dass die Region aktiv eine Standortförderung betreibt. Diese kümmert sich als Bindeglied einerseits um die optimale Entwicklung sowie anderseits um die Marketingstrategie und sorgt damit für ein positives Image der Region. Daniel Moser, Präsident des Planungsverbands Brugg Regio, bezeichnet das REK als Charta der Region. «Es geht darum, wie wir auftreten und wie wir uns gegenüber anderen Regionen verhalten.»

Vom 18. September bis zum 15. November wird der Entwurf des REK im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung auf den Gemeindeverwaltungen sowie in der Geschäftsstelle Brugg Regio aufgelegt. Die Unterlagen können auch in elektronischer Form auf www.bruggregio.ch bezogen werden.

Region nimmt Stellung

Voraussichtlich 2015 soll das REK in kraft treten. Ziel ist es, dass die Gemeinden – respektive die Gemeinderäte – sich freiwillig verpflichten, die Strategien in ihren Ortsplanungen zu verfolgen und umzusetzen. Wie bis anhin nimmt die Region zu allen grösseren Projekten im Bereich der Raumentwicklung der Gemeinden – zum Beispiel kommunale Nutzungsplanungen – Stellung. Neu kann sie sich dazu auf das REK als Basis berufen. Zu übergeordneten, zum Beispiel kantonalen Planungen kann die Region eine koordinierte Stellungnahme ebenfalls auf der Grundlage des REK verfassen.

Rückblick: Erarbeitet wurde der Entwurf des Regionalentwicklungskonzepts in den Jahren 2012 und 2013. Für eine breite Abstützung wurden ein Zukunftsworkshop und eine Ergebniskonferenz mit Vertretern aus der ganzen Region durchgeführt. 2013 stand eine Behördenvernehmlassung bei den Gemeinderäten sowie beim Kanton auf dem Programm.

Um ungewollte Widersprüche zum kantonalen Richtplan zu vermeiden, wurde die weitere Erarbeitung in der Folge unterbrochen. Schliesslich nahm die Arbeitsgruppe die Eingaben aus der Behördenvernehmlassung auf und glich den Entwurf des REK mit dem kantonalen Richtplan ab.

Am 18. September findet eine öffentliche Orientierungsveranstaltung statt, an der über den Inhalt des Regionalentwicklungskonzepts informiert wird: in der Aula des Technoparks Aargau, Badenerstrasse 13, 5200 Brugg, von 19 Uhr bis 20.30 Uhr.