Brugg
Jetzt bekommt auch die Stadt Brugg ihren slow up

Die Vereinigung Brugg Regio und Tourismus Regio Brugg bewerben sich für den Anlass slow up. Die Verantwortlichen der Verantstaltung hoffen auf über 50000 Besuchern.

Louis Probst
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Das Slow up

Das Slow up

Aargauer Zeitung

«Die Idee stammt vom slow up Hochrhein», sagt Franziska Bühler, die Leiterin des Service Centers von Brugg Regio. «Ich bin jedes Jahr am slow up Hochrhein mit dabei. Und ich habe gedacht, dass das auch etwas für die Region Brugg sein könnte.»

Bei Brugg Regio und Tourismus Region Brugg hat Franziska Bühler mit ihrer Idee gewissermassen offene Türen eingerannt. «Ein Anlass, mit dem man rund 50000 Leute bewegen kann, ist zweifellos interessant, um die Region auch ausserhalb des Kantons präsentieren zu können», sagt Dietrich Berger, der Präsident von Tourismus Region Brugg.

Strassen gesperrt

Inzwischen ist ein kleines Kernteam - Franziska Bühler, Dietrich Berger und Hans-Rudolf Sommer - an den Vorbereitungen für einen slow up in der Region Brugg. «Wir werden bei der nationalen Trägerschaft eine Bewerbung einreichen, um 2013 einen slow up durchführen zu können», erklärt Franziska Bühler.

Die wohl wichtigste Voraussetzung für diese Bewerbung ist der Nachweis einer geeigneten Strecke. Erforderlich sind rund 30 Kilometer feste Strassen, die für den motorisierten Verkehr während einiger Stunden gesperrt werden können. In akribischer Arbeit hat Hans-Rudolf Sommer inzwischen ein Streckenprofil ausgearbeitet und mit der Polizei abgesprochen. Ausgangs- und Endpunkt dieser Strecke ist das Sportausbildungszentrum Mülimatt in Windisch. Stark vereinfacht dargestellt verläuft die geplante slow-up-Strecke um den Bruggerberg nach Riniken, der Aare entlang über Villnachern nach Schinznach-Dorf, über die Aare nach Scherz, durchs Birrfeld nach Mülligen und zurück nach Windisch in die Mülimatt.

«Es hat allerdings schon noch gewisse Haken dabei», räumt HansRudolf Sommer ein, der seit Mai dieses Jahres an der Planung ist. «Die Strecke führt ja nicht nur über Radwege, sondern auch über Strassen, die zudem von Postautolinien benützt werden und die für den slow up gesperrt werden müssen.»

Dietrich Berger erklärt dazu: «Es gibt da gewisse Widerstände, aber der politische Wille ist vorhanden. Klar wird es am Tag des slow up Einschränkungen geben. Aber sie sind nicht derart, dass sie nicht bewältigt werden könnten.»

«Keine finanziellen Hindernisse»

Auch auf der finanziellen Seite sieht Dietrich Berger keine unüberwindbaren Hindernisse. «Vom finanziellen Aufwand her sollte es möglich sein, auch in der Region Brugg einen slow up durchzuführen», stellt er fest. «Das Budget wird sich in der Grössenordnung von 100000 bis 125000 Franken bewegen. Gewisse Erträge sind durch die grossen nationalen Sponsoren der slow-up-Organisation zu erwarten. Aber auch für regionale und lokale Sponsoren bietet der slow up eine gute Chance, sich präsentieren zu können. Wir sind jedenfalls zuversichtlich.

Der Hauptaufwand wird ohnehin weniger im finanziellen als im personellen Bereich liegen. Wir müssen eine Rundstrecke von 30 Kilometern absperren können. Der Aufwand für die Sicherheit ist sehr gross.»

Selbstverständlich soll auch an eine slow up in der Region Brugg ein vielfältiges Rahmenprogramm angeboten werden. «Nicht nur die Strecke ist beim slow up wichtig, sondern auch das Drumherum», sagt Franziska Bühler. «Schliesslich soll das Ganze nicht stressig sein, sondern auch Volksfestcharakter haben. Für diesen Bereich setzen wir auf die örtlichen Vereine.»

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