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Jahreskonzert Blaskapelle Eigenamt: Unterwegs mit beliebter Unterhaltungsmusik

Die «Strassenmusikanten» bei ihrem ungezwungenen Auftritt.

Die «Strassenmusikanten» bei ihrem ungezwungenen Auftritt.

Märsche, Polkas, Walzer: Die Blaskapelle Eigenamt sorgte mit ihrem Jahreskonzert im «Ochsen»-Saal für Stimmung. Das Konzert stand unter dem Motto «Unterwegs mit der Blaskapelle Eigenamt».

Das Jahreskonzert unter dem Motto «Unterwegs mit der Blaskapelle Eigenamt» umfasste ein abwechslungsreiches Programm mit populären Kompositionen aus verschiedenen Stilrichtungen. Im Vordergrund stand jedoch die Präsentation von Märschen, Polkas und Walzern im egerländischen, böhmischen und mährischen Stil. Diesbezüglich spannte sich der Bogen vom Auftakt mit dem Egerländer Musikantenmarsch von Legende Ernst Mosch bis hin zum Konzertausklang mit dem Marsch «Das Feuer brennt weiter» von Ernst Hutter.

Dazwischen interpretierte die «reguläre», inklusive Dirigent Hans «Häse» Binder aus 18 Instrumentalisten bestehende Formation auf hohem Niveau und mit spürbarer Spielfreude diverse Kompositionen aus dem gleichen Genre. Dabei bildete die rassige «Traktoren-Polka» von Jakob Bieri mit den beiden Bassisten Sepp Hüppi und Martin Wobmann einen der diversen Höhepunkte. Zusätzlich sorgten Lex Abels «Longstreet Dixie» und der als Variation des Liedes «Im Aargau sind zwöi Liebi» konzipierte Marsch «Agador» von Sepp Wunderlin für Furore.

Im attraktiven Zwischenteil begeisterten die entsprechend gewandeten «Strassenmusikanten» aus den Reihen der Blaskapelle das zahlreich anwesende Publikum mit ihrem lockeren Auftritt in Bierzelt-Atmosphäre. Im abschliessenden Teil standen unter anderem zwei eingebaute Highlights aus den USA auf dem Programm. In Bobby Troups Boogie-Woogie «Route 66» überzeugten Ernst «Aschi» Burgermeister, Trompete, und Markus Rupp, Gitarre, als Solisten.

Das Swing-Medley «Glenn Miller Parade» mit den Stücken «American Patrol», «Moonlight Serenade», «St. Louis Blues» sowie «In the Mood» liess ebenfalls Erinnerungen an eine goldene Big-Band-Ära aufkommen.

Präsident Ernst Seeberger verabschiedete nach 14-jähriger Musikantentätigkeit in der Blaskapelle Eigenamt den Bassisten Sepp Hüppi. Er spielt noch bei der MG Dintikon weiter und aspiriert dort auf die 2019 für 60 Jahre aktives Musizieren in einer Blasmusik fällige Auszeichnung als europäischer Veteran. Ein spezieller Dank ging an Hans Binder, den seit 2014 amtierenden, erst dritten Dirigenten in der 62-jährigen Geschichte des Vereins, der ursprünglich «Schache-Buebe Brugg» hiess.

Ein Kränzchen wand Seeberger auch Ansagerin Barbara Gloor. Ihr charmanter Einsatz für die Blaskapelle machte deutlich, dass in dieser Formation keine Instrumentalistinnen mitwirken. Darauf angesprochen meinte Ernst Seeberger trocken: «Wir haben nie gesagt, dass wir auf Frauen verzichten wollen, aber bisher haben sich keine gemeldet, die bei uns mitspielen möchten!» Nun, das weibliche Geschlecht war immerhin im Publikum zahlreich vertreten und ging mit der gebotenen Musik ebenso begeistert mit wie die männlichen Pendants.

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