Schinznach-Bad

Jahresgewinn fällt tiefer aus – Bad-Schinznach-Gruppe will Dividenden halbieren

Das Bad Schinznach verfügt jetzt über drei Saunen.

Das Bad Schinznach verfügt jetzt über drei Saunen.

Trotz leicht gestiegenem Umsatz im Jahr 2019 fällt der Gewinn der Bad Schinznach AG auf 1,84 Millionen Franken. Grund dafür sind die gestiegenen Kosten und die Totalsanierung.

Die Coronakrise trifft auch die Bad Schinzach AG hart. Der gesamte Bäderbereich ist zurzeit geschlossen. Die Kliniken und das Kurhotel Im Park in Schinznach-Bad verzeichnen gemäss Medienmitteilung stark rückläufige Gäste und Patientenzahlen. Aufgrund des Versammlungsverbots kann auch die Generalversammlung nicht in gewohnter Form stattfinden. Der Verwaltungsrat empfiehlt der GV daher, die Dividendenausschüttung aufgrund der unsicheren Lage um die Hälfte zu kürzen.

Positiver sah es im Jahr 2019 aus. Fünf Monate lang wurde die Aquarena Sauna im Bad Schinznach totalsaniert. Neu sorgen drei Saunen, das Gradierwerk, ein Aroma- und ein Erlebnis-Dampfraum für Entspannung. Für Abkühlung zwischendurch stehen ein Eisbrunnen, Fussbecken, Duschen und das Kaltwasserbassin mit Blick auf die Parklandschaft zur Auswahl.

Trotz Sanierung stieg der Umsatz leicht

Durch die sanierungsbedingte Schliessung der Sauna resultierte im Geschäftsjahr 2019 zwar ein Umsatzrückgang im Bereich Bäder der Bad Schinznach AG, dennoch konnte ein leicht steigender Umsatz generiert werden – dank der anderen Geschäftsbereiche, wie die Bad-Schinznach-Gruppe im Geschäftsbericht schreibt. 2019 erwirtschaftete sie einen Umsatz von 52,33 Millionen Franken.

Dabei gab es in den Thermalbädern Aquarena fun und Thermi spa an 365 Tagen insgesamt 322'125 Eintritte. Die Bäderbetriebe schlossen das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatz von 10,5 Millionen Franken ab. Marcus Rudolf, Direktor Bäder und Technik, sagt: «2019 ist mit dem Gesamtumbau der Aquarena Sauna die Wohlfühloase im Bad Schinznach für einen gesunden Wellnessaufenthalt erweitert und vervollständigt worden.»

Das Betriebsergebnis erreichte mit 5,3% des Umsatzes einen Wert leicht unter Vorjahr. Der Jahresgewinn der Bad-Schinznach-Gruppe betrug 2019 1,84 Millionen Franken.

Hohe Kosten im Unterhalt und beim Strom

Daniel Bieri, Vorsitzender der Geschäftsleitung, sagt: «Das Gesamtergebnis entspricht den Erwartungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir viel investiert in die Inbetriebnahme neuer Systeme im Klinik- und Kassenbereich sowie in den Gesamtumbau der Aquarena Sauna.» Die Hauptgründe für den Gewinnrückgang seien hohe Aufwendungen im Bereich des Unterhalts und steigende Stromkosten, heisst es. «2020 zeichnet sich als herausforderndes Geschäftsjahr ab», sagt Bieri.

Die Privat-Klinik Im Park musste 2019 einen leichten Rückgang bei der Bettenbelegung verzeichnen. Die Klinik Meissenberg in Zug hingegen erzielte eine durchschnittliche Belegung von 94,6%. Im Kurhotel Im Park war die durchschnittliche Zimmerauslastung mit 70,2% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Miet- und Pachtzinserlöse konnten leicht gesteigert werden. Der Kurz-Golfplatz Pitch & Putt verzeichnete zudem etwas weniger Golfrunden.

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