Der 8. 8. 2018 war der Höhepunkt des Hochzeitsjahrs 2018. Überall in der Schweiz gaben sich Brautpaare das Ja-Wort. Auch im Bezirk Brugg. Das Zivilstandsamt verzeichnete an diesem Tag drei Trauungen. Geplant wären aber vier gewesen. «Ein Paar musste den Trauungstermin leider relativ kurzfristig wieder absagen», sagt Sandra Knus, Zivilstandsbeamtin und Leiterin des Zivilstandsamts Brugg.

Den Brautpaaren stehen im Bezirk Brugg insgesamt acht Trauungslokale zur Verfügung. Für jeden Geschmack ist da etwas dabei. Wer es klassisch mag, kann im Stadthaus heiraten, wer es ritterlich möchte, kann das Schloss Habsburg wählen. Die, die es lieber urchig wollen, können sich im Gewölbekeller im Dorfmuseum Birr trauen lassen. Daneben stehen in Brugg das Stadtmuseum und der Rathaussaal zur Verfügung sowie das Restaurant Müli in Mülligen, das Spycher-Stöckli in Lupfig und der Hof Kasteln in Oberflachs.

Anstieg nach Umgestaltung

Der Renner unter den Brautpaaren ist der Stäblisaal im Stadtmuseum. Zwar hat Knus die genauen Zahlen für 2018 noch nicht, aber es zeichnet sich ab, dass der Stäblisaal weiterhin die Nummer eins der Traulokale ist. Am 8. 8. 2018 liess sich ein Paar dort trauen, in den Jahren 2016 und 2017 waren es 110 respektive 95. Vor bald vier Jahren wurde das Stadtmuseum mitsamt Stäblisaal umgestaltet. «Nach der Renovation konnte ein Anstieg an Buchungen verzeichnet werden. Der Stäblisaal war aber bereits vor der Renovation bei den Brautpaaren beliebt», sagt Sandra Knus. Warum gerade der Stäblisaal so begehrt bei den Brautleuten ist, kann Knus nur vermuten: «Vielen Brautpaaren gefällt das stilvolle und besondere Ambiente des Stäblisaals.»

Am wenigsten heiraten die Paare im Brugger Rathaussaal, und auch der Gewölbekeller in Birr ist nicht sehr beliebt. 2017 liess sich kein einziges Paar dort trauen, 2016 waren es immerhin vier, 2015 sogar sieben Paare. In etwa gleich geblieben sind die Zahlen bei den übrigen Trauungslokalen. Diese werden auch in Zukunft die gleichen bleiben. «Zurzeit ist nicht geplant, weitere Trauungslokale aufzunehmen. Es besteht bereits eine gute Auswahl», so Knus.

Bereits ausgebucht

Von Ende Oktober bis Ende Jahr sind noch gut 20 Trauungstermine vorreserviert. Gemäss Knus wird tendenziell zwischen April und September am meisten geheiratet. Pro Nachmittag können vom Zivilstandsamt Brugg maximal vier Trauungen durchgeführt werden, am Vormittag sind es ebenfalls vier. «Die Vormittage sind aber nie vollbelegt», sagt Knus.
Für 2019 zeichnet sich noch kein favorisiertes Datum ab. «Es sind jedoch bereits mehrere Reservationen eingegangen», so Knus. Diese betreffen praktisch alle Traulokale. Bereits ausgebucht sind die Samstags-Trauungstermine für Mai, Juni sowie August.