Free for Peace
Ist die Jubiläumsausgabe auch gleich die letzte?

Am Freitag und Samstag findet das fünfte und vermutlich letzte «Free for Peace» Open Air-Festival in Riniken statt. Die Suche nach geeigneten Nachfolgern blieb bisher erfolglos.

Claudia Meier
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Free for Peace Festival
10 Bilder
Wenn nur das Wetter trocken bleibt
In der Hauptbar wird eingerichtet
Im Holzchalet wird die technik für die Hauptbühne eingerichtet
Die Flämmlibar wird mit bunten Duschvorhängen eingekleidet
Crêpe-Zelt und Hauptbar
Nadja Keller befestigt eine Holzlatte am Informationsstand
Rund 40 Helfer sorgen für den Auf- und Abbau
Aussichtsplattform und kleine Bühne
Klein, aber fein_ Das Free for Peace Festival in Riniken

Free for Peace Festival

Claudia Meier

«Wer hätte vor sechs Jahren gedacht, dass uns das Material in zwei Containern per Lastwagen aufs Festival-Gelände gebracht wird», sagt Nadja Keller vom neunköpfigen Kernteam. Die Aufbauarbeiten kommen gut voran. Der feuchte Boden wird an stark frequentierten Stellen vorsorglich mit Holzschnitzel abgedeckt.

Überall wird gebohrt, gesägt und gehämmert. Rund 40 eingespielte Helfer legen beim Auf- und Abbau für das zweitägige Festival Hand an. Viele setzen dafür ein bis zwei Ferienwochen ein.

Ein Festival der besonderen Art

Was das Musikfestival in Riniken auszeichnet ist die ganz besondere, individuelle Ambiente - sowohl für Festivalfreaks wie für -banausen. Wo schon wird für die Technik ein Holzchalet und für die Gäste eine Hollywoodschaukel mit einem bequemen Sofa aufgestellt? «Wir legen sehr viel Wert auf eine schöne Ambiente», sagt Keller. Das haben nicht nur die Leute in der Region, sondern zahlreiche Besucher aus der ganzen Schweiz entdeckt.

Viele nutzen die Camping-Möglichkeit in der Nähe und schätzen das originelle Festivalgelände, das attraktive Rahmenprogramm mit Bastelworkshops und Kubb Turnier sowie das breite Angebot an veganischen und Fleischmenüs.

Düstere Zukunftsaussichten

Die Veranstalter des sponsorenfreien Anlasses kennen nur zwei Probleme. Einerseits machte die Witterung dem Festival in der Vergangenheit mehrmals einen Strich durch die Rechnung. Jetzt sorgt man vor. Hauptbar und Esszelt sind überdacht und können auch seitlich geschlossen werden.

Andererseits wollen die Verantwortlichen das Zepter weiterreichen. Die Suche nach geeigneten Nachfolgern blieb bisher erfolglos. Geht mit der bevorstehenden Jubiläumsausgabe also eine Ära zu Ende? «Wir sind uns nicht einig. Für die Weiterführung braucht es Leute mit Herzblut und Tatendrang», so Keller. Dazu kommt, dass ein neues Stück Land gesucht werden muss, weil der Landwirt das Gelände ab nächstem Jahr wieder bewirtschaften wird.

«Jetzt haben wir noch keine Zeit an das Ende zu denken. Am Wochenende dürfte dann bei einigen Wehmut aufkommen», sagt Keller.

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