Vizepräsident Peter Müller hat sich über einen grossen Aufmarsch im Wohnheim Domino in Hausen gefreut, unter ihnen viele Gemeindevertreter sowie vier Mitglieder, die schon bei der Vereinsgründung 1976 dabei waren: Marlies Bohren, Theo Bucher, Emil Inauen und Heinz Knecht.

Doch nicht nur Insieme Region Brugg-Windisch konnte das 40-Jahr-Jubiläum feiern, sondern auch Peter Müller: Seit 40 Jahren amtiert er als Vizepräsident, und seit 2011 vertritt er zudem das Amt des noch immer fehlenden Präsidenten. Er gab denn auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass vielleicht der heutige Tag jemanden zur Übernahme des Präsidentenamts animiere.

Die ehemalige Präsidentin Heidi Arrigoni und das heutige Vorstandsmitglied Bea Steiner überreichten ihm ein Couvert sowie ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift: «Herzlicher Dank dem immerwährenden Vizepräsidenten».

Fest brachte 240 000 Franken

Nach der Eröffnung der Heilpädagogischen Schule Windisch 1970 schlossen sich Eltern von Kindern mit Behinderung sowie Lehrpersonen zu einer Arbeitsgruppe zusammen zwecks Schaffung von Institutionen zum Arbeiten und Wohnen für benachteiligte Menschen. Gestützt darauf wurde am 2. November 1976 die «Vereinigung zur Förderung geistig Behinderter Region Brugg-Windisch» aus der Taufe gehoben.

Mit der Durchführung des Regionalen Dorffests Windisch 1978 und dem Reingewinn von 240 000 Franken konnte der Grundstock für die Regionale Werkstatt Windisch gelegt werden. Der Verein war dann auch die treibende Kraft für die 1979 erfolgte Gründung einer Stiftung, welche die folgenden Projekte verwirklichte, so auch das Domino und die Werkstatt in Hausen. «Wir sind stolz, dass sich die Stiftung so gut entwickelt hat», so Müller. Im Mittelpunkt stehen für Insieme heute die Durchführung von Freizeitaktivitäten, für die sich vor allem auch der 1980 gegründete Freizeitclub sehr engagiert.

Der Einsatz lohnt sich

Ursi Berger, Präsidentin der Konferenz der Gemeindeammänner und -schreiber des Bezirks, dankte dem Verein für die vielen Meilensteine, die er aufstellen half, und das heutige Wirken. «Wir sind glücklich, dass es diesen Verein gibt und hoffen, dass er noch lange bestehen bleibt.» Mit einem Vereinsmitglied, Martin Bosch, führte Müller ein originelles Interview, wobei Martin Bosch gar den Namen eines möglichen Präsidenten nannte: Felix Ziegler.

Madeleine Flüeler, Zentralpräsidentin von Insieme Schweiz, gratulierte zum Jubiläum und gab ihrer Anerkennung Ausdruck, dass der Verein rein ehrenamtlich geführt wird. Der Einsatz lohne sich. Sie rief dazu auf, weiterhin mit Humor zu wirken und gegen Sparmassnahmen von Bund und Kantonen auf dem Buckel von geistig Behinderten zu kämpfen.

Ein weiteres Dankeschön stattete Rainer Hartmann, Geschäftsführer der Stiftung Domino ab. Ohne Insieme gäbe es die Stiftung nicht. Deren Bestreben sei es, die Lebensqualität, Weiterentwicklung und Selbstbestimmung der Klienten zu fördern.

Mit rassigen Vorträgen umrahmten die Swinging Grooveties und mit fröhlichen Liedern die Domino-Spatzen die Jubiläumsfeier am Samstag.