Riniken
Insektenkunde nach dem Electropop am kleinLaut-Festival

Es ist klein aber fein und überrascht mit einem vielfältigen Rahmenprogramm: Am ersten kleinLaut-Festival gab es sogar eine Exkursion zu den Insekten.

Luisa Bider
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Für jene Festivalbesucher, die zu Fuss oder mit dem Velo anreisten, gab es ein Gratis-Getränk.
17 Bilder
Das Festivalprogramm wurde mit viel Liebe zum Detail auf alte Bücher gemalt
Die selbstgebastelten Girlanden sorgten auch bei regnerischem Wetter für Farbe und Freude
Der Chili-Dog mit Bohnen und Bio-Gemüse für acht Franken war eine beliebte Mahlzeit
Manche Festivalbesucher tanzten gar barfuss im Regen
Kleinlaut-Festival 2015 in Riniken
Die Bühne strahlt in Grün- und Rottönen
Die Badener Band Finger Finger war für viele ein Highlight
Regenbogenbühne beim Set von Zart Strom
Zart Strom luden während ihrem Set alle Besucher auf die Bühne
Für die Zeltenden gab es ein Frühstücksbüffet zum Preis von sieben Franken
Auf der Menükarte des Festivals ist für jeden etwas dabei
Beim Lemonaid-Stand konnten die Besucher selber Limonade herstellen
Am Samstagmittag gab es ein kleines Akustik-Konzert von Collateral Brain Damage
Bei der Insektenführung konnten die Besucher mit Netzen Insekten einfangen
...und von den beiden Experten spannende Dinge zu den Insekten erfahren
Auch am Festival selbst wird gebastelt

Für jene Festivalbesucher, die zu Fuss oder mit dem Velo anreisten, gab es ein Gratis-Getränk.

Luisa Bider

Freitagabend, es regnet in Strömen. Die Besucher zwängen sich an den Verpflegungsständen, um vom monsunartigen Regen verschont zu bleiben, während sich das Reggae-Duo Jahcoustix auf der Bühne einsingt.

Klein aber fein ist das zum ersten Mal stattfindenden Festival: Auf einer Wiese verteilt stehen Bühne, Verpflegungsbauten und Zelte, ein Crêpe-Stand, ein Tipi mit Töggelikasten und die «Flämmli»-Bar, wo Kaffee-Schnaps verkauft wird. Dazwischen hängen selbst gebastelte Girlanden und Käfer-Maskottchen.

120 Helfer, jeden Tag 30 waren während einer Woche mit den Aufbauarbeiten beschäftigt, wie Mediensprecherin Joëlle Simmen erzählt: «Nach einem Aufbautag sind wir jeweils noch zusammengesessen und haben ein Feierabendbier getrunken, Uno gespielt und gelacht. Das war eine wirklich tolle Zeit.»

«Am Festivalwochenende sind wir nonstop im Einsatz und finden immer wieder kleinere Baustellen, an die wir nicht gedacht haben», so Simmen, «aber wir finden eigentlich immer eine Lösung.»

Tanzen im Regen

Der Regen hat etwas nachgelassen, die Besucher trauen sich langsam auf den Platz vor der schlichten Holzbühne, wo Jahcoustix Songs wie «Another Day» zum Besten geben. Während des «Finger Finger»-Konzerts beginnt es erneut zu regnen, doch diesmal scheint es die Besucher weniger zu stören: Zum Electropop der sechs Badener tanzt die Menge gerne im Regen. Auch dass kurz darauf der Strom des Verpflegungskomplexes während etwa zehn Minuten ausfällt, stört die wenigsten. Die Stimmung ist familiär, entspannt und ausgelassen.

Am Samstagmorgen, die Sonne scheint, bedienen sich einzelne Festivalbesucher etwas verschlafen am Bio-Frühstücksbüffet. Ab 12 Uhr kann selbst Limonade gepresst werden, um danach mit dem erfrischenden Getränk in der Hand dem Akustik-Konzert von «Collateral Brain Damage» zu lauschen.

Anschliessend verraten zwei Biologen auf der anliegenden Wiese den Festivalbesuchern spannende Fakten über einheimische Insektenarten. Abgerundet wird das Rahmenprogramm durch ein Kubb-Turnier und einen Zirkus-Workshop.

Die breite Palette an Aktivitäten beeindruckt. «Vieles hat sich durch unseren breiten Freundeskreis einfach ergeben«, meint Joëlle Simmen. So seien etwa die Biologen der Insektenführung die Eltern des Küchenchefs. Simmens Fazit nach dem ersten Festivaltag fällt positiv aus: «Abgesehen vom Regen und dem kleinen Stromausfall sind wir sehr zufrieden. Die Stimmung ist toll, viele motivierte und kompetente Helfer haben das Festival zu etwas ganz Besonderem gemacht.»

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