Windisch
In Windisch ist die Sammelgrube für das Abwasser bald Geschichte

Deutlich hat der Einwohnerrat Windisch am Mittwochabend die Kredite von insgesamt 721000 Franken für die Abwassersanierung im Ahornweg angenommen.

Michael Hunziker
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Der Ahornweg erhält neue Wasser- und Abwasserleitungen.

Der Ahornweg erhält neue Wasser- und Abwasserleitungen.

zvg

Die Abwasserentsorgung im Ahornweg in Windisch ist nicht nur in einem schlechten Zustand. Sie entspricht auch nicht mehr den heutigen Vorschriften. Denn einzelne Liegenschaften sind noch nicht an die Abwasserreinigungsanlage (ARA) angeschlossen. Das Abwasser gelangt in eine Sammelgrube, die geleert werden muss, erklärte Gemeinderat Matthias Treier an der Sitzung des Einwohnerrats am Mittwochabend.

Vorgesehen ist ein Anschluss an die öffentliche Abwasserleitung. In der bestehenden Sammelgrube wird ein Pumpenschacht erstellt. Geplant ist weiter, die Wasserleitungen zu ersetzen und die elektrische Versorgung zu entflechten und auszubauen. Mit der Sanierung aller Werke wird gleichzeitig auch die Strasse erneuert. Verläuft alles reibungslos, können die Arbeiten diesen Sommer beginnen. Gerechnet wird – je nach Witterung – mit einer Bauzeit von vier bis sechs Monaten.

Die Notwendigkeit ist gegeben

Marc Keller (CVP) und Pascal Schlegel (SVP) waren sich einig, dass die Notwendigkeit gegeben ist und die Arbeiten unverzüglich an die Hand genommen werden müssen. Als Kuriosum bezeichneten sie den Umstand, dass eine Sammelgrube mit Überlauf in die Aare besteht.

Die Kredite von total 721000 Franken für die Abwassersanierung im Ahornweg wurden deutlich bewilligt.

Auch sämtlichen Einbürgerungen haben die 35 anwesenden Einwohnerräte – von insgesamt 40 – diskussionslos und mit grosser Mehrheit zugestimmt. In Pflicht genommen wurde Fabian Schütz (SVP), der die Nachfolge von Frederik Briner antritt.

In einer kleinen Anfrage wollte Dave Roth (SP) wissen, wie sich der Gemeinderat am Projekt «Ostaargauer Strassenentwicklung» – kurz Oase – beteiligt. Im Zusammenhang mit der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung habe der Gemeinderat eine Stellungnahme abgegeben, antwortete Gemeindeammann Heidi Ammon. Windisch sei in den entsprechenden Gremien vertreten, ein Austausch finde statt. Über die zu erwartenden Kosten werde die Gemeinde laufend informiert, die Details seien allerdings vertraulich.

Die Auffüllung war rechtens

Beantwortet wurde ebenfalls die kleine Anfrage von Mirjam Aebischer (SP) zur Auffüllung der ehemaligen Kiesgrube und zum temporären Abstellplatz in der künftigen Arbeitszone Reutenen. Die Zuständigkeit für die Auffüllung liege beim Kanton, führte Gemeinderat Max Gasser aus. Diese sei nicht widerrechtlich erfolgt, die Bewilligung sei vorhanden. Beim Thema temporäre Umnutzung sei es möglich, räumte Gasser ein, dass Verstösse gegen die Baugesetzgebung eine Zeit lang unbemerkt bleiben. Der Gemeinderat habe im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eine Busse verfügt.

Unter «Mitteilungen des Gemeinderats» gab Gemeindeammann Heidi Ammon bekannt, dass sich Gemeinderat Christoph Haefeli nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen wird. Es entstehe eine Lücke, die nicht einfach zu schliessen sei, hielt sie fest, zeigte aber Verständnis für den Entscheid, weil die Belastung in diesem Amt hoch sei. Sie sei gespannt auf die Nachfolge und wünschte einen fairen Wahlkampf.