Villnachern

In Villnachern entsteht eine neue Arbeitszone am östlichen Dorfrand

Die bisherige Spezialzone Annamatt wird aufgehoben.

Neue Arbeitszone

Die bisherige Spezialzone Annamatt wird aufgehoben.

Ausgiebig ist informiert, erschöpfend ist diskutiert worden: Die ausserordentliche Gemeindeversammlung in Villnachern hat die Gesamtrevision der Nutzungsplanung schliesslich klar genehmigt.

Schon im Vorfeld hatte der Gemeinderat Villnachern auf die Bedeutung hingewiesen des Themas «Gesamtrevision der Nutzungsplanung», das die gesamte Bevölkerung betrifft und die Entwicklung der Gemeinde in den kommenden Jahren massgeblich prägen wird. Erfreulich gross war der Aufmarsch am Mittwochabend: 123 von insgesamt 1117 Stimmberechtigten nahmen an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung teil. Einberufen wurde eine solche, um – neben den umfassenden Erläuterungen – genügend Zeit zu haben, Fragen zu stellen. Eine Gelegenheit, die rege genutzt wurde.

Während der ersten rund dreiviertel Stunden informierte der Gemeinderat unter der Leitung von Gemeindeammann Roland König über die Revision. Vizeammann Richard Zickermann ging auf die neue Arbeitszone ein. Zur Erinnerung: Ausgeschieden wird diese an der Stelle der bisherigen Spezialzone Annamatt, die aufgehoben wird.

Einige Anwesende äusserten sich skeptisch und brachten ihre Bedenken zum Ausdruck wegen des zu erwartenden Mehrverkehrs und Lärms. Ein Gewerbetreiber und Befürworter der Arbeitszone, der in besagtem Gebiet einen Neubau plant, hielt dagegen und wies darauf hin, dass lediglich Kleingewerbe angesiedelt werden kann.

Der Gemeinderat seinerseits hob hervor, dass die neue Arbeitszone einer Gestaltungsplanpflicht unterliegt, dass für kommende Vorhaben – bis hin zur Erschliessung – klare, detaillierte Vorgaben bestehen, dass der Gemeinderat Einfluss nehmen und sich auch die Bevölkerung im Mitwirkungsverfahren einbringen kann. Die Ängste konnten offenbar zerstreut werden: Ein Rückweisungsantrag betreffend Arbeitszone wurde deutlich abgelehnt.

Für mehrere Wortmeldungen sorgte weiter die Fläche zwischen den «Jurten»-Blöcken und der Hintergasse, die der Landwirtschaftszone zugeteilt ist. Die Frage tauchte auf, warum das Areal nicht der Bauzone zugewiesen wird. Der Gemeinderat erklärte – unter anderem mit dem Verweis auf das Raumplanungsgesetz –, dass eine solche Einzonung nicht ohne weiteres möglich ist.

Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung hiessen die Stimmberechtigten nach knapp zwei Stunden – bei nur 17 Gegenstimmen – mit grosser Mehrheit gut.

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