Villigen

In Villigen ist das Betreten der Baustelle sogar erwünscht

Die Arbeiten im Gebiet im Winkel kommen zügig voran.

Die Arbeiten im Gebiet im Winkel kommen zügig voran.

Schon diesen Herbst sollen in Villigen die neuen Räumlichkeiten des Bauamts eingerichtet werden. Die drei Wohnungen im Feldweibelhaus sind voraussichtlich Ende Jahr bezugsbereit.

Komplett verändert hat sich das Gebiet im Winkel in Villigen: Die Arbeiten am neuen Werkhof sind weit fortgeschritten. Am Samstag, 6. Juni, hat die Bevölkerung die Gelegenheit, den Bau zu besichtigen. Oder wie es der zuständige Gemeinderat Peter Gut sagt: «Das Betreten der Baustelle ist erwünscht! Die Baugitter werden beiseite geschoben und die Bauleitung wird für Fragen zur Verfügung stehen.»

Zur Erinnerung: Mit der Überbauung im Winkel werden mehrere Vorhaben realisiert. Im Neubau mit dem Annexgebäude kann einerseits der Werkhof an zentraler Lage an einem Ort zusammengelegt werden. Gleichzeitig wird das angrenzende, altehrwürdige Feldweibelhaus mit Baujahr 1861/63 erhalten und umgebaut. Ebenfalls werden ein Entsorgungsplatz sowie Parkplätze erstellt.

«Die Bauleitung und die Bauherrschaft sind mit dem Stand der Bauarbeiten sehr zufrieden», stellt Gemeinderat Gut fest. Das Zusammenspiel mit den eingebundenen Handwerkern funktioniere perfekt. «Alle Ampeln stehen auf grün, sodass das Projekt im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen erfolgreich realisiert werden kann.» Die Räumlichkeiten des Bauamts sollen diesen Herbst eingerichtet werden. Die drei Wohnungen im Feldweibelhaus sind voraussichtlich Ende Jahr bezugsbereit. «Die Umgebungsarbeiten werden der Witterung angepasst ohne Termindruck ausgeführt», fügt Gut an.

Obergeschoss aus Holz

Dank dem milden Winterwetter Anfang Jahr seien die Baumeisterarbeiten zügig vorangekommen, blickt Gut zurück. Zuerst sei der Rohbau des Werkhofs vorangetrieben werden. Der Dachstuhl konnte bereits Mitte April aufgerichtet werden. Parallel dazu wurde das Feldweibelhaus komplett ausgehöhlt. Auch die dazugehörende alte Waschküche, die zum Carport umfunktioniert wird, erhielt laut Gut «ein tiefschürfendes Facelifting». In der Folge wurde das Untergeschoss für den Annexbau zum Werkhof erstellt.

Derzeit wird an diesem das Obergeschoss im Holzbau aufgebaut und der angrenzende Recyclingplatz erhält die nötigen Stützmauern. Bei den anderen Bauten stehen Arbeiten am Dach, an der Fassade und speziell im Innenausbau an, erklärt Gut.

Zeugen alter Baukunst

Besonderes Augenmerk werde auf die Umgebungsgestaltung mit dem Parkplatz für die benachbarte Trotte und den Spielplatz gelegt, fährt der Gemeinderat fort. «Das gesamte Bauprojekt soll sich ja architektonisch wie auch ökologisch in die äusserst stimmige Umgebung einfügen.» Bei heiklen Fragen seien externe Berater sowie der Ortsbildschutz einbezogen worden.

Bei einem kompletten Umbau einer Altliegenschaft wie beim Feldweibelhaus gelte es auch immer auf Unvorhergesehenes gefasst zu sein, ergänzt der Gemeinderat. Tatsächlich: «Unter den alten Verputzen und Holzverschalungen kamen Zeugen der Baukunst unserer Gross- und Urgrossväter zum Vorschein.» Ebenfalls seien Spuren von weiteren Ausbauetappen erkennbar gewesen. Die allgemeine Substanz zeigte sich gemäss Gut als robust – «darauf lässt sich bauen».

Baustellenbesichtigung:

Samstag, 6. Juni, 10 bis 11.30 Uhr; trittsicheres Schuhwerk wird empfohlen.

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