Schinznach-Dorf
In Schinznach gibts Hardrock im Hof der Kirche – zu ihrem 20. Geburtstag

Das katholische Kirchzentrum St. Franziskus in Schinznach-Dorf hat sich dazu entschlossen, mit einem Hardrock-Konzert ihr 20-Jahr-Jubiläum zu feiern. Am Palmsonntag 1994 wurde die Kirche nach jahrelangem Kampf eingeweiht.

Meret Radi
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Am Samstag findet im katholischen Kirchenzentrum St. Franziskus das Open Air Francis statt.

Am Samstag findet im katholischen Kirchenzentrum St. Franziskus das Open Air Francis statt.

MER

Ein ökumenischer Gottesdienst im Frühling hat das Jubiläumsjahr eröffnet. Alle Kirchgemeinden und Chöre des Schenkenbergertals nahmen an diesem Anlass teil. Am 18. Oktober findet ein grosses Patrozinium-Fest mit einem Franziskus-Markt statt.

20 Jahre

20 Jahre ist es her, seit die Kirche St. Franziskus in Schinznach-Dorf errichtet wurde. Nach fast zehnjährigem Kampf erfolgte 1994 die Eröffnung. (Mer)

Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildet das Open-Air Francis, welches diesen Samstag um 18 Uhr im Hof der Kirche St. Franziskus stattfinden wird. Nach Vorstellungen von jungen Tänzern und Tänzerinnen folgen mehrere Konzerte.

Mit dem vielseitigen Programm, so der OK-Präsident Karl Hautle, sollen Junge und Junggebliebene angesprochen werden. Die Hardrock-Band Silence Lost, die 2010 den Prix Walo als beste Newcomer-Band erhielt, wird zusammen mit der Cellistin Liz Schneider auftreten. Sie qualifizierte sich 2010 für das Halbfinal der deutschen Sendung «Das Supertalent».

Eine dynamische Kirche

Traditionsgemäss feiert man das 25 jährige Bestehen. Hautle begründet die Entscheidung, bereits das 20 jährige gross zu feiern folgendermassen: «Ich denke wir müssen nicht unbedingt mit der Tradition gehen. Denn wir möchten eine dynamische Kirche sein und somit dürfen wir ab und zu auch aus dem Rahmen der Tradition ausbrechen. Wir haben bereits 10 Jahre St. Franziskus Kirche gefeiert. Die Folge ist, dass wir jetzt 20 Jahre Kirche St. Franziskus feiern.»

Hautle war bei der Gründung der Kirche ein Mitglied des Pfarreirats und gleichzeitig Präses der Jungwacht-Blauring Schenkenbergertal mit 120 Kindern. Er fügt hinzu: «Ich durfte alle bisherigen Feste von der Grundsteinlegung bis jetzt, jeweils mit einem Team als Verantwortlicher organisieren.»

Für den zukünftigen Pastoralraum Brugg-Windisch, der fünf Kirchenzentren umfasst, wünscht er sich, dass die Eigenheiten vor Ort in der Unterschiedlichkeit der gewachsenen Kirchenzentren gewahrt werden. «Die Kirche soll im Dorf bleiben», sagt Hautle.

Er sieht in der Vernetzung der Kirchenzentren gleichzeitig die Möglichkeit, zusammenzuarbeiten und sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Dies geschehe beispielsweise durch Familienpastoral, Elternbildung sowie Jugendanlässe, so Hautle.

Einen Vorteil sieht er ausserdem darin, dass nun mehrere Orte für Durchführungen verschiedener Veranstaltungen zur Verfügung stehen. So kann das Ereignis am besten geeigneten Standort durchgeführt werden.

«Und von Erfahrungen kann profitiert werden», ergänzt Hautle, «wenn ein Kirchenzentrum, als Beispiel, ein Jubiläum gefeiert hat, muss ein anderes nicht von Null beginnen.»