Die zwei Dutzend Instrumentalisten interpretierten in Riniken Evergreens aus berühmten Streifen. Unter der Stabführung des neuen Dirigenten Rafal Jastrzebski wartete die in der 4. Klasse Harmonie spielende MG Riniken mit einer beachtenswerten Leistung auf. Ein nicht zu unterschätzender Grund dafür ist die positive Stimmung im Verein. Präsidentin Karin Horlacher erwähnte speziell die trotz intensiver Arbeit harmonisch verlaufenden Proben: «Das kompetente und freundliche Auftreten des seit August 2014 bei uns wirkenden musikalischen Leiters ist ein wesentlicher Punkt für unsere Motivation.»

Der aus Polen stammende, in Teufenthal wohnende Rafal Jastrzebski lebt seit 2008 in der Schweiz und wirkte in den ersten fünf Jahren als Musiker im Monti-Zirkusorchester mit, das er zeitweise auch leitete.

Reverenz an 007

Dass er Spass versteht, zeigte sich gleich zu Beginn des Konzertes, als er im legendären Rhythm-and-Blues-Stück «Everybody needs Somebody» mit Hut und Sonnenbrille als Blues Brother auftrat. Nach diesem coolen Einstieg ging es Schlag auf Schlag weiter mit der Titelmelodie aus der italienischen Tragikomödie «La vita e bella» und der originellen Selection «Disney at the Movies».

Und selbstverständlich durfte auch die Reverenz an den Agenten im Dienste ihrer Majestät nicht fehlen. «007 – A James Bond Medley» liess unter anderem Erinnerungen an die Streifen «Goldfinger» und «Liebesgrüsse aus Moskau» aufleben. Viel Applaus spendete das Publikum am Ende des ersten Teils für das 1917 von Hanns In der Gand komponierte Stück «Gilberte de Courgenay», mit dem die junge Soldatenmutter aus dem Ersten Weltkrieg auch im gleichnamigen Film von Franz Schnyder aus dem Jahre 1941 geehrt wird.

Nach der Pause spannte sich das Programm vom Liebeslied «Beyond the Sea» aus dem Disney Trickfilm «Finding Nemo» über Kompositionen von Ennio Morricone aus bekannten Western und aus dem Film «Cinema Paradiso» (mit Manuela Horlacher am Altsaxophon als Solistin) bis hin zu «The Mask of Zorro». Die MG Riniken revanchierte sich für den Schlussapplaus des Publikums mit zwei Zugaben, darunter «Vielen Dank für die Blumen» von Udo Jürgens.

Er kann auch jonglieren

Vereinspräsidentin Karin Horlacher bedankte sich speziell bei den jüngsten Instrumentalisten für die Organisation und die humorvolle Untermalung des musikalischen Kino-Abends mit zum Teil selbst gedrehten, auf die einzelnen Darbietungen abgestimmten Filmszenen, bei den Conférenciers für die originellen Ansagen sowie bei Dirigent Rafal Jastrzebski.

Im Gespräch nach dem Konzert war von diesem zu erfahren, dass er selbst nicht nur verschiedene Instrumente, sondern auch das Jonglieren mit Kugeln und Keulen beherrscht. Somit ist es gut möglich, dass eines der nächsten Jahreskonzerte unter dem Titel «Zirkus» über die Bühne gehen wird.