Scherz

«In geheimer Mission»: Am Wochenende führt die Theatergruppe eine Komödie auf

Die Theatergruppe Scherz macht alles selber – von der Kulisse bis zum Kartoffelsalat. Für ihr aktuelles Stück wurde extra noch eine Rolle hinzgefügt.

Donnerstagabend in der Turnhalle Scherz, eine der letzten Proben vor den Aufführungen steht bevor: Die Stimmung unter den neun Laiendarstellerinnen und -darstellern sowie allen zusätzlichen Helfenden ist aufgeräumt und gut, aus jeder Ecke des Raums hört man immer wieder ein Lachen.

«Wir haben einen herzlichen Umgang miteinander und einen starken Teamgeist», sagt Vereinspräsident Roman Eichenberger. Das braucht es auch, denn es wird im Stück «In geheimer Mission» unzimperlich miteinander umgegangen. Harsche Worte fliegen hin und her, und manchmal muss einer auch von seiner Sippe festgehalten werden.

Der Jäger klagt: «De Hirsch isch mer ab!»

In der Komödie in drei Akten von Autor This Vetsch, der für die Theatergruppe Scherz extra noch die Rolle der Haushälterin hinzugefügt hat, geht es um zwei verfeindete Familien. Meinrad Graf, Jäger und Rechthaber, kommt erfolglos von der Jagd heim. «De Hirsch isch mer ab!», klagt er seiner Tochter Pia Graf. Diese ist nicht erstaunt, kennt sie doch die Treffsicherheit ihres Vaters.

«Sind sie uf?», fragt er seine Tochter. «Wer? D’Chüeh?» – «Nei, d Oehlers, wo mir die frisch Luft wegschnuufed!» Bei den witzigen Dialogen wird rasch klar, dass Meinrad Graf seinen Nachbarn gar nichts gönnt: «Es git kei armi Schlucker! Es git nur so fuuli Seck wie die da äne!» Noch mehr Turbulenzen in das Leben der beiden Familien bringt der Besuch von Ida Stolz, einer Tante der Familie Oehler.

Mit einer Journalistin geht die Suche richtig los

Mit einem Handkarren und einigen Koffern wird sie sozusagen «frei Haus» geliefert und verkündet gleich, für den Rest ihres Lebens bei den Oehlers bleiben zu wollen, die darüber nicht im mindesten erfreut sind. Als dann noch die tollpatschige Journalistin Isolde Stocker auftaucht, geht die Suche nach der Wahrheit richtig los.

Nebst den rund 20 Aktiven des Vereins Theatergruppe Scherz, die im Alter von 20 bis 67 Jahren sind, helfen an den Aufführungen noch gut 20 weitere Helferinnen und Helfer mit – sei dies an der Kasse, im Service, oder einfach da, wo gerade Arbeit ansteht. «Bei uns machen wir alles selbst, von den Kulissen bis zum Kartoffelsalat», sagt ein engagiertes Vereinsmitglied mit einem herzlichen Lachen.

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