Als Nachfolgerin der bisherigen Leiterin Joséphine Erne-Anrig hat der Vereinsvorstand der Stadtbibliothek Brugg die in Zürich wohnhafte Cécile Bernasconi gewählt. Sie wird ihren Posten im September 2016 antreten. Die diplomierte Bibliothekarin Cécile Bernasconi hat unter anderem in der Stadtbibliothek Winterthur, als Mediothekleiterin der Kantonsschule Büelrain in Winterthur und in der Erwachsenenbildung reiche Erfahrungen gesammelt. Zudem gehört sie dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Deutschschweizer Mittelschulbibliotheken an. In Brugg wird sie mit einem 70-Prozent-Pensum tätig sein. Vom Weggang der bisherigen Leiterin per Ende Juni (die az berichtete) bis zum Stellenantritt von Cécile Bernasconi im September wird die stellvertretende Leiterin Sandrine Thalmann aus Schinznach die Aufgabe ad interim übernehmen.

Gesteigerte Aktivitäten

Die rund zwei Dutzend Versammlungsteilnehmer wurden von Joséphine Erne-Anrig über die Aktivitäten des Bibliotheksteams informiert. Dieses hat sich in verschiedenen Bereichen auch im Sinne der Umsetzung von Kundenwünschen in Sachen Erweiterung des Medien- und Veranstaltungsangebots engagiert. Dazu gehört unter anderem die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Schulen und mit dem Brugger Seniorenrat.

Hauptsächlich infolge der gesteigerten Aktivitäten und der personellen Verstärkung resultierte in der Rechnung 2015 bei einem Ertrag von 150 151 Franken und einem Aufwand von 181 338 Franken ein Minus von 31 187 Franken. Im Budget 2016 sticht hervor, dass die Stadt Brugg ab dem laufenden Jahr ihren Beitrag an die Bibliothek von bisher 85 000 auf 135 000 Franken erhöht. Trotzdem steht noch ein Verlust von 20 000 Franken in Aussicht, was jedoch mit Blick auf den soliden Vermögensstand in der momentanen Übergangsphase als verkraftbar bezeichnet wird.

Der bisherige Vereinsvorstand mit Präsidentin Käthi Süess erhielt seine Bestätigung für eine weitere Amtsdauer. Stadtrat und Vorstandsmitglied Leo Geissmann verabschiedete Joséphine Erne-Anrig und wies in seiner Grussbotschaft darauf hin, dass das Führungsgremium daran sei, unter Beizug externer Fachpersonen ein Bibliothekskonzept zu erarbeiten. Bedingt durch die personellen Veränderungen ergebe sich jedoch voraussichtlich eine Verzögerung dieses Vorhabens bis ins Jahr 2017 hinein. Der Stadtrat sei sich bewusst, dass der Stadtbibliothek eine hohe Bedeutung zukomme. Im Sinne einer Attraktivitätssteigerung sei man auch auf der Suche nach einem zentraleren und grosszügigeren Standort. Eine Alternative habe jedoch bisher noch nicht gefunden werden können.