Veltheim
In der Seifenkiste gehts rasant bergab

57 Fahrerinnen und Fahrer absolvierten die Strecke am «7. Vältner Seifenkisten-Derby» in drei Läufen.

Irene Hung-König
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7. Vältner Seifenkisten-Derby So präsentiert sich das Fahrerlager.
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7. Vältner Seifenkisten-Derby Die Fahrer werden auf dem Traktoranhänger ins Startgelände gefahren.
7. Vältner Seifenkisten-Derby In schöner Einerkolonne warten die Fahrer auf ihren Einsatz.
7. Vältner Seifenkisten-Derby In Reih und Glied warten die Fahrer auf ihren Start.
7. Vältner Seifenkisten-Derby Von dieser Rampe aus starten die Fahrerinnen und Fahrer ihr Rennen.
Vältner Seifenkisten-Derby
7. Vältner Seifenkisten-Derby Das macht Spass.
7. Vältner Seifenkisten-Derby Flott unterwegs vor ländlicher Kulisse.
7. Vältner Seifenkisten-Derby Die Gäste schauen den Fahrern vom Wegrand aus zu.

7. Vältner Seifenkisten-Derby So präsentiert sich das Fahrerlager.

Irene Hung-König

Am Abend des Renntags standen Fabian Fehr aus Müllheim (1.), Gianluca Pavelka aus Ehrendingen (2.) und Dominik Diethelm aus Siebnen auf dem Treppchen. Bereits zum siebten Mal kurvten die Seifenkistenfahrer in Veltheim die rund einen Kilometer lange Rennstrecke entlang des Waldrands hinunter. Einige Zuschauerinnen und Zuschauer feuerten die Kinder und Jugendlichen in ihren giftgrünen oder mit Smileys verzierten Seifenkisten an.

Gestartet wurde von einer Rampe aus, danach gings bergab und unterwegs mussten Hindernisse in Form von Pylonen und Heuballen umkurvt werden. Entlang der Strecke standen Frauen und Männer, die registrierten, ob eine Pylone berührt oder gar verschoben wurde. Bis zum 10. Altersjahr setzen sich die Kinder mit Helm und Handschuhen als Rookies hinters Steuer, von 11 bis 16 Jahren sind sie lizenziert und wetteifern in 20 Rennen um den Schweizer Meister Titel. Die Rennen werden durch die «IG Seifenkisten Derby Schweiz» gemanagt und finden in der Deutschschweiz sowie im Tessin statt.

Weniger Fahrer am Start

Am «7. Vältner Seifenkisten-Derby» starteten 57 Fahrerinnen und Fahrer und kämpften in drei Läufen um den Tagessieg. Organisator Patrick Suppiger sagte, dass am Derby auch schon 90 Teilnehmern am Start waren. «Das Ganze ist rückläufig, auch andernorts», meinte er. Sein Ziel des Tages: «Dass die Kinder glücklich und zufrieden sind.» Sein Ansporn vor sieben Jahren war, dass Sohn Lean, der Trisomie 21 hat, mit der Seifenkiste fahren wollte – wie sein Bruder Levin. «Wir haben eine spezielle Kiste mit Doppelsitzer entwickelt.»

So kann Lean mit Begleitung die Rennstrecke meistern. «Wir haben heute auch ‹insieme 21› zum Rennen eingeladen. Für sie ist die Teilnahme gratis.» Suppiger schwärmte vom Treffen einer grossen Familie, wenn er den Ablauf der Renntage beschreibt. Tatsächlich: Spaziert man durch das Fahrerlager, wähnt man sich auf einem Campingplatz. Eltern, Geschwister und Freunde sitzen unter Zelten auf Campingstühlen, diskutieren, trinken und essen gemeinsam. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Seifenkiste im Zelt gewartet wird und auch hier die letzten Vorkehrungen getroffen werden, bevor der Pilot oder die Pilotin den Helm wieder aufsetzt.