Mülligen
In der Schule Mülligen stehen sämtliche Ampeln auf Grün

Schon einmal hatte die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) eine Schulevaluation in Mülligen durchgeführt: Nach dreieinhalb Jahren erfolgte im November 2012 die zweite – abermals mit glänzendem Resultat.

Elisabeth Feller
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Auch die Schule Mülligen freut sich, dass sie lauter grüne Ampeln bekommen hat.

Auch die Schule Mülligen freut sich, dass sie lauter grüne Ampeln bekommen hat.

AZ-Archiv/Fri

Schulleiterin Andrea Pasinelli fasst das Ergebnis so zusammen: «Alle Ampeln stehen auf Grün». «Wir sind zwar davon ausgegangen, dass wir auch bei der zweiten Evaluation alle Ampeln schaffen», betont sie, «aber einfach so sind sie uns nicht zugefallen».

Schule Mülligen

Die Schule Mülligen besteht aus dem Kindergarten und der Primarstufe. Der Kindergarten wird in einer jahrgangsübergreifenden Abteilung, die Primarstufe in drei Abteilungen geführt, von denen zwei ebenfalls jahrgangsübergreifend sind. Ein knappes Raumangebot im Schulhaus sowie die Vorbereitung auf die Harmonisierung der Volksschule (Strukturwandel von 5 auf 6 Jahre Primarstufe) veranlassten die Verantwortlichen, beim Souverän einen Projektierungskredit für eine Schulraumerweiterung zu beantragen: Dieser wurde im November 2012 bewilligt. Das gesamte Kollegium der Schule Mülligen umfasst 11 Klassen- und Fachlehrpersonen mit unterschiedlichen Pensen.
Seit August 2005 ist die Schule Mülligen eine geleitete Schule. Der Schulleitung stehen 30 Stellenprozente zur Verfügung. Sie wird von einem Schulsekretariat unterstützt; die Schulpflege besteht aus fünf Personen. Derzeit besuchen 46 Kinder die Primarschule und 20 Kinder den Kindergarten.2002/03 wurde in Mülligen die integrative Schulung (IS) eingeführt. Ab Sommer 2008 war die Schule Mülligen eine IS-Besucherschule, verzichtete jedoch aufgrund des inneren Umbruchs und der Neufindung im Team seither auf diesen Status. Im Schuljahr 2009/10 wurden im Kindergarten und an der Primarschule die Blockzeiten eingeführt. Zusätzlich besteht an zwei Tagen das Angebot eines betreuten Mittagstischs. (AZ)

Die Auswertung zeigt jedenfalls, dass die Schule Mülligen «umfassend funktionsfähig ist. Es bestehen somit keine Qualitätsdefizite, welche die Funktion beeinträchtigen würden.» Andrea Pasinelli kommt sodann auf das zu sprechen, was sie «als unser Herzstück» bezeichnet – schulische Integrationsprozesse. «Wir haben uns für dieses Fokusthema entschieden, weil wir als Integrative Schule (IS) einerseits eine Sicht von aussen wünschten; andererseits weil wir in diesem Bereich den Schwerpunkt in der ganzen Schulkultur und somit auch im Unterricht sehen.»

Erfreulich ist für Andrea Pasinelli zudem der Umstand, dass die Selbsteinschätzung der Schule weitgehend übereinstimmte mit jener des Evaluations-Teams und zwar in den selbst gewählten Themen – sogenannten Dimensionen – «Umgang mit Heterogenität: Grundhaltungen und Konzepte», «Lehr- und Lernarrangements im Unterricht», «Lernprozessbezogene Begleitung der Schülerinnen und Schüler» sowie «Infrastruktur und Support».

Bei der letzten Dimension hat das Evaluations-Team die Schule Mülligen sogar besser eingeschätzt als diese sich selbst: Das Team rühmt die Flexibilität und Kreativität im Nutzen der vorhandenen, engen Raum- und Platzverhältnisse.

Bezogen auf das Fokusthema zeigt die Auswertung unter anderem auf, dass die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler als «selbstverständlich gilt und der Unterricht dementsprechend aufgebaut wird». Aber nicht nur die vielen positiven Einschätzungen stimmen Lehrpersonen und Schulleiterin zufrieden – auch das Engagement der Eltern empfindet Andrea Pasinelli als ungewöhnlich. «Wir haben von 66 ausführlichen Fragebogen 50 zurückbekommen. Dieser Rücklauf zeigt uns, wie stark die Eltern im Hinblick auf schulische Belange mitmachen.»

Wie geht es nun weiter? Ausruhen auf den Lorbeeren will sich die Schule Mülligen nicht, schliesslich will sie ihre Schulqualität permanent weiterentwickeln. Was steht an? «Wir wollen die schulische Integration auch in Zukunft weitertreiben», sagt Andrea Pasinelli und erwähnt «diverse Entwicklungsprozesse, welche diese fördern und unterstützen sollen».

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