Messungen
In den beiden Unterführungen in Brugg werden die Fussgänger erfasst

Mittels Handysignalen und Wärmebildkameras werden neu alle Personen in Brugg registriert. Diese Informationen fliessen in die Planungen rund um den Bahnhof ein.

Michael Hunziker
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Die Messung soll aufzeigen, wie viele Personen den Zug nehmen und wie viele die Unterführung zur Querung benutzen.

Die Messung soll aufzeigen, wie viele Personen den Zug nehmen und wie viele die Unterführung zur Querung benutzen.

jam/Archiv

Der Kanton Aargau erhebt gemeinsam mit den SBB die Fussverkehrsfrequenzen in den beiden Hauptunterführungen am Bahnhof Brugg und ermittelt ebenfalls die zurückgelegten Wegstrecken der Passanten. Erhoben werden die Daten im Auftrag des Bundesamts für Strassen von der Universität Lausanne im Rahmen des Forschungsprojekts «Empfehlungen zur Zählung des Fussverkehrs», hält das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt in einer Medienmitteilung fest.

Konkret soll die Frequenzmessung aufzeigen, wie viele Personen den Zug nehmen und wie viele Personen die Unterführung nur zur Querung benutzen. Diese Informationen fliessen in die Stadt- und Bahnhofplanungen ein.

Erfasst wird die Anzahl Personen zwischen zwei Zählpunkten. Das geschieht gemäss Kanton auf der Basis von Bluetooth- und Wifi-Signalen. Da eine Person mehrere entsprechende Geräte auf sich tragen kann – oder auch gar keine –, werden die Daten zusätzlich mit einer Wärmebildkamera abgeglichen. «Die Sensoren, mit denen die Bluetooth- und Wifi-Signale gemessen werden, empfangen nur Signale, die von den Geräten im Normalbetrieb sowieso gesendet werden», betont das Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Es sind keine Rückschlüsse auf Personen oder persönliche Daten möglich.» Anders gesagt: Erfasst werden einzig die anonymisierten Personenbewegungen pro Wegstrecke und der Zeitpunkt dieser Personenbewegung auf 15 Minuten genau. Das Vorgehen sei mit der Datenschutzbeauftragten des Kantons Aargau besprochen und gutgeheissen worden.

Für eine gute Abdeckung des Bahnhofs werden insgesamt elf Messpunkte mit Sensoren ausgerüstet. Platziert werden sie an den Eingängen zu den Unterführungen sowie in der Mitte der jeweiligen Unterführung. Die Zählung findet ab nächstem Freitag, 28. August, während drei Wochen rund um die Uhr statt.

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