Brugg
In Brugg wird das Regenbecken Altenburg klar versenkt

Das Regenbecken Altenburg wird nicht gebaut in Brugg. An der Urne ist der Kredit von 2,563 Mio. Franken abgelehnt worden. Der Entscheid fiel mit 2073 Nein- zu 1617 Ja-Stimmen klar aus. Die Stimmbeteiligung betrug 56Prozent.

Michael Hunziker
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Mit Plakaten in der Stadt machten die Gegner des Regenbeckens Altenburg auf ihr Anliegen aufmerksam.

Mit Plakaten in der Stadt machten die Gegner des Regenbeckens Altenburg auf ihr Anliegen aufmerksam.

Claudia Meier

Das Regenbecken Altenburg wird nicht gebaut in Brugg. An der Urne ist der Kredit von 2,563 Mio. Franken abgelehnt worden. Der Entscheid fiel mit 2073 Nein- zu 1617 Ja-Stimmen deutlich aus. Die Stimmbeteiligung betrug 56 Prozent.

Für Barbara Horlacher, Frau Stadtammann in Brugg, kam dieses Resultat nicht überraschend. Der Ausgang der Referendumsabstimmung sei aber schwierig abzuschätzen gewesen, räumt sie ein. Bis auf die Plakate, die das Referendumskomitee in der Stadt aufgehängt hat, sowie einige Leserbriefe in den Zeitungen sei es ruhig gewesen um das Thema. «Ich wusste nicht ganz genau, wo wir stehen.»

Als Gründe, die zu diesem Nein geführt haben können, nennt Barbara Horlacher die stattliche Investition sowie den Standort in einem sensiblen Gebiet. Auch sei es bei einem solchen Projekt schwierig, den unmittelbaren Handlungsbedarf und den Nutzen aufzuzeigen.

Lesen Sie den Kommentar dazu:

Für die Stadt gelte es nun nach wie vor, die einzelnen Massnahmen der Generellen Entwässerungsplanung (GEP) anzupacken, führt Barbara Horlacher aus, auch wenn das Regenbecken Altenburg kein Bestandteil der Umsetzung mehr sei. «Die Bestrebungen laufen. Aber diese Schritte brauchen ihre Zeit.»

Den Baukredit für das Regenbecken Altenburg hat der Brugger Einwohnerrat im Oktober des letzten Jahres gutgeheissen – nach einer engagiert geführten Diskussion mit 31 zu 8 Stimmen. Eine Gruppierung sammelte in der Folge Unterschriften für ein Referendum. Dieses kam mit 776 gültigen Unterschriften zustande.

Die Gegner sprachen von einem umstrittenen, teuren Projekt, von einem riesigen Betonklotz neben den historischen Mauern des «Schlössli Altenburg» im Schutzgebiet an der Aare. Zerstört würden die Umwelt und das archäologische Erbe.

Die unerwünschte Vermischung von Regenwasser und Schmutzwasser, so die Gegner, werde nicht gelöst. Auch das Ziel, der Schutz der Aare, werde nicht erreicht. Gefördert werden müsse in Brugg stattdessen das Versickern von Regenwasser für den Grundwasserschutz und zum Schutz gegen Überschwemmungen, zeigte sich das Referendumskomitee überzeugt.