«Dieser Fingerring ist eine Hommage an unsere wunderschöne Stadt», sagte Juwelier Georges Boutellier am Montagabend an der Brugg-Ring-Taufe im Schwarzen Turm. Sein Leben lang pflegt er sowohl privat wie beruflich eine enge Beziehung zu Brugg. Da sei es auf der Hand gelegen, etwas ganz Persönliches für alle Brugger und Heimweh-Brugger zu kreieren, die «ihre Stadt» gerne ganz nah bei sich haben und präsentieren möchten. Seit Anfang Jahr sei diese Idee in seinem Kopf herumgeschwirrt, so Boutellier.

Mit dem Fotoapparat ausgestattet machte er sich Wochen später auf, die Stadt auf ihre romantischsten und charmantesten Merkmale sowie Sehenswürdigkeiten abzusuchen.

Viele Sujets boten sich an und sind später vom Grafiker skizziert worden. Schliesslich wählten die Beteiligten in mehreren Runden diejenigen Sujets aus, die auch in kleiner Darstellung einen sicheren Wiedererkennungswert aufweisen. Entstanden ist in nur vier Monaten ein farbenfroher Ring aus 925er Sterlingsilber und Hightech-Ceramic.

Rechtzeitig zum Jugendfest

Dargestellt sind sieben Merkmale, welche die Stadt so einzigartig machen: Das Brugger Jugendfest, das Zeughaus, der Schwarze Turm mit der Aarebrücke, das Brugger Wappen, die Reformierte Stadtkirche, das Amtshaus und das Salzhaus.

Knapp drei Wochen vor dem Rutenzug wurde der Jugendfestrednerin Marisa Krieg die Ehre zuteil, den ersten Brugg-Ring zu tragen. Die Freude darüber stand der 29-jährigen Musicaldarstellerin, die vor kurzem ihre Wohnung in Hamburg aufgegeben hat und vorübergehend wieder in ihre Heimatstadt Brugg gezogen ist, ins Gesicht geschrieben. «Vielen Dank! Das ist ein Stück Brugg, das ich ab jetzt immer auf meine Reisen mitnehmen kann», sagte sie strahlend. Benno Meier, Präsident des Gewerbevereins Zentrum Brugg gratulierte Boutellier «zu dieser super Idee».

Vom Stadtammann übertrumpft

Der Ring sei ein sehr schönes Symbol, sagte Stadtammann Daniel Moser. Um so etwas zu lancieren, brauche es ein eigenes Geschäft und eine sehr starke Verwurzelung zu Brugg. Er sei aber nicht nur mit einem Ring, sondern gleich mit drei Ringen gekommen, prahlte der Stadtammann und zog vorsichtig eine Flasche Champagner aus der Tasche.

Seit 1934 sei das Uhren- und Schmuckgeschäft Boutellier in Brugg zu Hause – seit 80 Jahren also. Und diese Zahl schreibe sich mit drei Ringen, wie er das in einer spontanen Bastelaktion auf der Flasche dargestellt habe, so Moser weiter. Er hoffe sehr, das Geschäft bleibe der Stadt noch viele Jahre treu.

Die Ringe werden übrigens nach Mass von einem Hersteller ausserhalb von Brugg in präziser Handarbeit hergestellt und sind in den Farben Schwarz, Violett, Grün, Braun und Blau erhältlich. Vier Wochen betrage die Lieferfrist, sagte Bijoutier Boutellier im Schwarzen Turm. Dass das Modell sowohl Männer wie Frauen anspricht, zeigte sich eindrücklich an den Reaktionen der Gäste anlässlich der Ring-Taufe.