Kulturhaus
In Brugg ist ein offenes Cinema Odeon im Sommer eine Option

Was des einen Freud ist des anderen Leid. Der nass-kühle Sommer bescherte Freiluftbädern miese Besucherzahlen, den Hallenbädern hingegen Rekorde. Trifft das auch auf das Brugger Cinema Odeon zu? «Nicht ganz», sagt Stephan Filati (Leiter Kino).

Elisabeth Feller
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Das Kulturhaus Odeon Brugg läuft sehr gut. Darüber freuen sich Stephan Filati (Leiter Cinema) und Gabi Umbricht (Leiterin Bühne).

Das Kulturhaus Odeon Brugg läuft sehr gut. Darüber freuen sich Stephan Filati (Leiter Cinema) und Gabi Umbricht (Leiterin Bühne).

Daniel Vizentini/Archiv az

«Das Odeon hat immer von Mitte Juli bis Mitte August geschlossen, was in diesem Jahr sehr schade war. Bei dem schlechten Wetter hätten wir das Kino öffnen sollen», sagt Stephan Filati (Leiter Cinema Odeon).

Ist das etwa eine Option für die Zukunft? «Durchaus», betont Filati. «Wir prüfen die Möglichkeit bereits seit einiger Zeit. Und dies umso mehr, als dass das Sommerwetter in den vergangenen Jahren ebenfalls kein sonderlich gutes war.»

In etwa gleich wie 2013

Von der Wiedereröffnung bis Ende August wurde das beliebte Kino vis-à-vis vom Bahnhof sehr gut besucht. Kein Wunder, die Schlechtwetterperiode hielt an. Dafür war der September weniger gut ausgelastet als 2013. Grund dafür war das milde Spätsommerwetter, das gemäss Filati «viele Leute ins Freie lockte». Überblickt der Kinochef die bisherigen Monate, stellt er fest: «Wir liegen in etwa gleich auf wie 2013. Die Zahlen sind positiv; wir sind zufrieden.»

Kulturhaus Odeon

Das Odeon Brugg ist ein Kinotheater mit Film, Kleinkunst und Bar. Hinter dem Programm – 7 Tage in der Woche – steht der Kulturverein Odeon mit 1000 Mitgliedern. Grundpfeiler des Betriebs sind die Sparten Cinema und Bühne. Das Kino bietet Wochen- und Wochenendfilme, Matineen, Kinderfilme, Filmnacht und die Offene Leinwand. (AZ)

Konkret: Im Schnitt verzeichnet das Odeon rund 2000 Besucher pro Monat; doch es können – je nach Film und je nach Kritiken – auch schon mal 3000 sein. Welche Filme laufen gut, welche weniger? Um mit den weniger gut besuchten anzufangen: Laut Filati sind es solche am Vorabend, also vor 20.15 Uhr, die nicht so stark besucht werden sowie Filme, die an der Sonntagsmatinée oder am Nachmittag gezeigt werden:Das trifft aber nur dann zu, wenn draussen Prachtwetter herrscht. Da vergessen potenzielle Besucher das Kino und suchen das Freie auf. Wird jedoch ein Klassiker gezeigt, gibt es für Filmfans kein Halten: Egal, ob sonnig oder regnerisch – sie strömen ins Kino.

Renner: Komödie und Dokfilm

Gibt es derzeit einen Renner im Odeon? Nicht nur einen – zwei. Stephan Filati verweist auf die französische Komödie «Monsieur Claude und seine Töchter», die in der ganzen Schweiz grossen Anklang fände. «Ganz erstaunlich» ist für den Odeon-Kinoleiter der Erfolg des Dokumentarfilms «Yalom’s Cure» – made in Switzerland.

Die 55-jährige Regisseurin Sabine Gisiger nähert sich in ihrem Werk dem Psychiater und Beststeller-Autor Irvin D. Yalom an, der als einflussreichster Psychotherapeut der USA gilt. «Mit ‹Yalom’s Cure› wollte ich einen Film machen, der die Zuschauerinnen und Zuschauer dazu inspiriert, nie die Neugier auf sich selbst zu verlieren», sagt die Schweizerin Sabine Gisiger über ihr Werk.

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