800 bis 1000 Quadratmeter Land stellt die Stadt Brugg dem Verein «BikeAttrAktiv» für den geplanten Pumptrack zur Verfügung. Es ist die letzte Parzelle in der Sport- und Freizeitzone. Diese konnten sich die Biker dank unermüdlicher Arbeit nun sichern.

Vorbild: Der Pump Park in Sils im Domleschg.

Vorbild: Der Pump Park in Sils im Domleschg.

Bereits vor zehn Jahren hegten die Mountainbiker Beni Nyffenegger und Tobias Rymann den Traum eines Pumptracks – also einer befahrbaren Strecke mit Wellen, Mulden und Steilwandkurven – in der Region Brugg. In Siggenthal hatten sie damals die Möglichkeit, einen sogenannten Dirt-Track mit Sprüngen zu bauen. Wie es der Name sagt, war diese Bahn aber nicht asphaltiert und zudem auch nicht einem grösseren Publikum zugänglich. Einige Jahre später, am 5. Juni 2014, gründeten Urs Häseli, Beni Nyffenegger und Tobias Rymann den Brugger Verein «BikeAttrAktiv». Mit diesem Verein im Rücken forcierten sie dann das Projekt Pumptrack in Brugg.

Und dieses Projekt hat nun konkrete Formen angenommen. Das Land hinter den Trainingsfeldern des FC Brugg ist bereit, die Bau- und Streckenpläne sind gezeichnet und erste Sponsoren gefunden. Ab Freitag liegt das Baugesuch auf der Abteilung Planung und Bau in Brugg auf.

Pumptrack ist frei zugänglich

Am Mittwochabend präsentierten Beni Nyffenegger und Tobias Rymann mit ihrer Schulsportklasse «Mountainbike» auf der Wiese, wo der Pumptrack entstehen soll, das Projekt. «Wir sind überzeugt, dass mit dem Pumptrack die Attraktivität der Region gesteigert wird», sagen die Verantwortlichen. Und sie betonen: «Der Pumptrack kann nicht nur von Mountainbikern befahren werden, sondern auch mit Mini-Scootern oder Longboards.»

Zudem soll die Strecke für alle frei zugänglich und nutzbar sein. «Man muss uns also nicht anrufen und fragen, ob man den Pumptrack benutzen kann», sagt Beni Nyffenegger. «Der Track ist vergleichbar mit einem Spielplatz, der auch von allen genutzt werden kann.» Die Sicherheit ist ebenfalls ein grosses Thema. So wird ein gut sichtbares Schild angebracht, das die Nutzer darauf hinweist, dass im Minimum ein Helm getragen werden soll. «Auf dem Pumptrack besteht Helmtragepflicht. Dies zu kontrollieren, wird uns aber unmöglich sein. Da appellieren wir an die Selbstverantwortung», sagt Beni Nyffenegger. Und Tobias Rymann ergänzt: «Wir empfehlen zusätzlich Knie- und Ellbogenschutz.»

Ein Blick in die Unterlagen zeigt, wie die Strecke dereinst aussehen soll: Der Pumptrack selber wird asphaltiert, rundherum aber wird begrünt. «Die Begrünung ist durch Magerwiese vorgesehen. Dies kann aber auf Wunsch geändert werden. Die Wünsche der Gemeinde werden berücksichtigt», heisst es im Projektbeschrieb. Vom Rollrasen bis hin zu Büschen ist alles möglich, wobei das Budget eine Rolle spielt.»

Strecke über Jahre interessant

Die H-förmige Strecke bietet viele Kursvarianten. «Auf den verschiedenen Geraden kann das «Pumpen» und Springen gelernt werden. Der ganze Track kann auf einer Hauptlinie abgefahren werden. Da diese Hauptlinie sich an vielen Orten berührt, ergeben sich unzählige neue Varianten», schreibt die Planungsfirma Velosolutions. Auf diese Weise könne immer wieder etwas Neues ausprobiert werden. Der Pumptrack bleibe so über Jahre interessant. Für jene, die mal eine Pause brauchen oder nur zuschauen wollen, werden Sitzgelegenheiten auf einem Aufenthaltsplatz im westlichen Bereich der Anlage erstellt.

Gehen keine Einwendungen gegen das Bauvorhaben ein, rechnet der Verein «BikeAttrAktiv» mit der Baubewilligung im September. Bis im März 2017 läuft dann die weitere Sponsorensuche für das 141’000 Franken teure Projekt. Die Initianten hoffen, dass sie Unterstützung von Swisslos erhalten.

Ist die Finanzierung gesichert, ist im April 2017 Baubeginn. Das Erstellen der Anlage wird zwischen zwei und drei Wochen dauern. Im Juni 2017 soll dann das Eröffnungsfest stattfinden.