Sonntagsverkauf
In Brugg bleiben die Läden am 23. Dezember geschlossen

Am Sonntag vor Heiligabend bleiben die Läden im Aargau geschlossen. Die Angestellten sollen am Tag vor Heiligabend frei haben. Die Meinungen zu diesem Entscheid gehen auseinander.

Erina Allmendinger
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Der Regierungsrat verbietet dieses Jahr den Sonntagsverkauf am vierten Advent. Er hat die bewilligungsfreien Sonntagsverkäufe im Aargau auf den zweiten und dritten Advent festgelegt. Grund dafür ist der Mitarbeiterschutz.

Die Angestellten sollen am Tag vor Heiligabend nicht arbeiten müssen. Brugg hat entschieden, die Läden nur am 16. Dezember zu öffnen. Ob die Angestellten wirklich froh darüber sind, ist fragwürdig: «Den Sonntagsverkauf müssen wir sowieso durchführen. Es ist mir egal, ob das am 16. oder am 23. Dezember ist», sagt Ylenia Testaguzza, Angestellte im Chicorée-Laden.

Darüber, ob es für die Geschäfte in Brugg ein Verlust ist, auf den Sonntagsverkauf am 23. Dezember verzichten zu müssen, sind sich die Filialleiter und Geschäftsinhaber nicht einig. «Ich bin froh, dass der Sonntagsverkauf nicht am vierten Advent ist. Das ist immer sehr stressig», sagt Andrea Schödler, stellvertretende Geschäftsleiterin im Bioladen Buono. Isabelle Keller, Geschäftsinhaberin von Amaryllis, sieht den Entscheid als Fehler: «Die Kunden weichen nun für die Weihnachtseinkäufe auf die Nachbarskantone aus», sagt sie.

Ob der Verzicht auf den 23. Dezember Erfolg oder Verlust bedeutet, ist nur schwer zu beurteilen: «Wir können das nicht im Voraus sagen, es gilt sicher das Prinzip ‹sowohl als auch›», sagt Urs Boller, Geschäftsführer der Gewerbevereinigung Zentrum Brugg. Für Kunden, die in letzter Sekunde einkaufen, sei es vielleicht mühsam, doch an einen Einnahmenverlust glaube er nicht.