FHNW Brugg-Windisch

In Anzug und Deuxpièces quer durch Indien

Sabrina Gyr (22) aus Birr und Matthias Schöpp (25) aus Möriken. ksc

Auf nach Indien

Sabrina Gyr (22) aus Birr und Matthias Schöpp (25) aus Möriken. ksc

Sabrina Gyr und Matthias Schöpp reisen mit 20 anderen Studenten für zwei Wochen nach Indien. Indien ist ein Land der Gegensätze. Das Wirtschaftswachstum steigt rasant, gleichzeititig lebt die Landbevölkerung aber von der Hand in den Mund.

Gerüche und Farben – so intensiv und satt, dass man kaum genug kriegen kann. Menschen, laut und herzlich und tanzend in wallenden Gewändern. So stellt man sich Indien vor; ein bisschen Bollywood. Doch 22 Studierende der Hochschule für Wirtschaft Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) wollen es genauer wissen: Sie reisen im April für zwei Wochen nach Indien (siehe Kontext). Mit dabei sind auch Sabrina Gyr (22) aus Birr und Matthias Schöpp (25) aus Möriken. Sie studieren Vollzeit Betriebsökonomie an der FHNW in Brugg-Windisch.

Die beiden Studierenden kennen Indien nicht, obwohl sie viel und gern reisen. «Es braucht nicht viele Kilometer, um eine völlig andere Kultur anzutreffen», sagt Sabrina Gyr. Trotzdem fliegt sie Mitte April über 6000 Kilometer weit, um Indien kennen zu lernen. Für einen Vergleich: «Ich war letzten Sommer in Singapur und war vom Stadtteil ‹Little India› schwer beeindruckt, vom Essen, der Kleidung. Jetzt will ich schauen, ob es Ähnlichkeiten mit dem Original hat», sagt Sabrina Gyr und lacht.

Ein Land der Kontraste

Während einer Woche haben sich Sabrina Gyr, Matthias Schöpp und ihre Studienkolleginnen und -kollegen in einem Seminar an der FHNW in Olten auf die Reise vorbereitet – und dabei vor allem eines gelernt: Es gibt nicht ein Indien, Indien ist ein Land der Gegensätze. Ein Land, in dem das Wirtschaftswachstum bei 8,7 Prozent liegt – in der Schweiz liegt es bei 1,6 Prozent. Und gleichzeitig ein Land, in dem die Landbevölkerung von der Hand in den Mund lebt und verwaiste Kinder in den Städten zum Strassenbild gehören.

«Mich interessieren die extremen Kontraste, das Zusammenspiel des fortgeschrittenen und des traditionsbewussten Indien», sagt Sabrina Gyr. Ähnlich geht es Matthias Schöpp: «Man liest viel über Indien, hat gewisse Vorstellungen. Aber es ist etwas anderes, sich vor Ort ein Bild zu machen.» Er will in den Städten die grossen Strassen auszulassen und sich in den Gassen umzuschauen. «Ich möchte das authentische Indien kennen lernen.»

Herausforderung Klima und Essen

Matthias Schöpp kann sich durchaus vorstellen, später in einem Entwicklungsland zu leben und zu arbeiten. «Es interessiert mich deshalb zu sehen, wie in Indien geschäftet wird.» Gelegenheit dazu wird er jede Menge haben: Die Studenten werden auf ihrer Reise von Mumbai nach Bangalore und Delhi diverse indische und schweizerische Unternehmen besuchen, unter anderem die Firmen Accenture und Holcim, den Bangalore International Airport und die Schweizer Botschaft.

Die Reise wird eine besondere Erfahrung sein, nicht nur, was die Gegensätze im Land betrifft. Auch vermeintlich banale Dinge können zur Herausforderung werden, beispielsweise das Klima oder das Essen. «Das Essen, das ich bis jetzt probiert habe, ist sehr Ingwer-lastig», sagt Matthias Schöpp und grinst. «Und es ist sehr scharf», ergänzt Sabrina Gyr. Beides sei etwas gewöhnungsbedürftig. Und die Hitze? Die beiden lachen. «Wir hoffen auf gute Klimaanlagen.» Denn Business-Kleidung, sprich Anzug und Deuxpièces, sind in Indien auch bei schwülwarmen 30 Grad Pflicht.

Post aus Indien Sabrina Gyr und Matthias Schöpp werden für die az Aargauer Zeitung im April von ihren Erlebnissen in Indien berichten.

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