Lauffohr

Immer weniger Briefe und Pakete: Post in Lauffohr schliesst Ende 2014

Im vergangenen Jahr konnte der Osterhase noch lachen, bald kann er das nicht mehr – die Poststelle wird in einigen Monaten Vergangenheit sein.

Im vergangenen Jahr konnte der Osterhase noch lachen, bald kann er das nicht mehr – die Poststelle wird in einigen Monaten Vergangenheit sein.

Hiobsbotschaft für die Bevölkerung von Lauffohr, das seit 1970 zu Brugg gehört: Ende dieses Jahres wird die Poststelle Brugg AG 3 Lauffohr schliessen. Völlig aus heiter-hellem Himmel kommt der Entschluss der Post aber nicht.

Wie andere Poststellen ebenfalls konstatieren, haben sich die Gewohnheiten der Bevölkerung geändert: Immer weniger Briefe, Pakete und Einzahlungen werden am Postschalter erledigt. In Lauffohr waren die Postschalter von Montag bis Freitag jeweils sieben Stunden und am Samstag zweieinviertel Stunden geöffnet.

«Tiefe Kundenfrequenzen haben Folgen für die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen», halten Stefan Kriz, Leiter Verkaufsgebiet Baden-Brugg, und Matthias Fässler, Leiter Poststellengebiet Brugg, in einem Flugblatt an die Bevölkerung fest: «Bei den Einzahlungen betrug etwa das Minus zwischen 2010 und 2013 19 Prozent, bei den Paketen rund 12 Prozent. Die Zahl der Briefe sank ebenfalls um 12 Prozent und jene der Abholungen um fünf Prozent.»

Hinzu seien zusätzliche Herausforderungen für die Post in Form neuer Technologien und verstärkter Konkurrenz gekommen. Vor diesem Hintergrund, so Stefan Kriz und Matthias Fässler, habe im Oktober letzten Jahres ein Treffen mit den Gemeindebehörden von Brugg stattgefunden. «Ziel war es, über die aktuelle Situation und die Zukunft der Poststelle Brugg AG 3 Lauffohr zu diskutieren, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu klären.»

Agenturlösung wird geprüft

Den Anstoss zur Standortbestimmung haben laut Kriz und Fässler mehre Punkte gegeben: Die ungenügende Nutzung der Poststelle sowie der Auftritt, der nicht mehr den Vorstellungen einer zeitgemässen Poststelle entspreche. Zudem werde der Poststellenleiter, der überdies Eigentümer der Postliegenschaft Brugg AG 3 Lauffohr ist, Ende 2014 pensioniert.

Nach Abwägung aller Aspekte und Argumente hätte man sich schliesslich entschlossen, die Poststelle Lauffohr Ende 2014 zu schliessen. «Derzeit ist keine Möglichkeit vorhanden, eine Agenturlösung in Lauffohr zu realisieren, da es an geeigneten Partnern fehlt», heisst es und weiter: «Durch die gute Erreichbarkeit und geringe Entfernung der Poststelle Brugg AG 1, erscheint im vorliegenden Fall eine ersatzlose Schliessung als vertretbar.»

Der Brugger Stadtammann Daniel Moser bedauert die Schliessung der Poststelle, hat aber aufgrund der Faktenlage ein gewisses Verständnis dafür.

Aus, vorbei? Nicht ganz. Die Post hat dem Stadtrat Brugg nämlich zugesichert, innert zwei Jahren seit der Aufhebung der Poststelle eine Agenturlösung zu prüfen, falls sich dafür eine Möglichkeit ergeben würde. «Wir suchen intensiv nach einem Standort, der sich in der Nähe der Strasse befinden müsste», sagt Moser, «zwei Quadratmeter in einem Laden würden schon genügen.» Gerade für ältere Bewohner sei eine solche Lösung wünschenswert.

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