Der erste Coworking Space in der Region Brugg öffnete vor zwei Jahren im Kunzareal in Unterwindisch seine Türen. Die Nachfrage ist kleiner als ursprünglich geplant, wie eine erste Bilanz im Mai dieses Jahres zeigte (die AZ berichtete).

Seit dieser Woche hat auch Brugg einen Coworking Space im Technopark Aargau an der Badenerstrasse 13, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Der grosse Raum links vom Haupteingang im Erdgeschoss wurde früher von Swiss Start-up genutzt. «In diesem Raum standen bisher viele Stühle und ein paar wenige Pulte», sagt Präsident Christian Verhoeven von der Förderstiftung Technopark Aargau bei der Eröffnung. Er war es auch, der die Idee hatte, hier den ersten Coworking Space in Brugg mit 18 Arbeitsplätzen einzurichten.

Ideal für Aufbauphase von Jungunternehmen

Von der Idee bis zur Realisierung dauerte es nur wenige Monate. Dank Christian Verhoeven kommt nun in Brugg Mobiliar von General Electric (GE) aus Baden zum Einsatz. Dort wurden bekanntlich viele Arbeitsplätze abgebaut. Auch Jürg Christener, Standortleiter Aargau der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), freut sich über die schnelle Realisierung des attraktiven Angebots in Campus-Nähe: «Dank diesen neuen komfortablen Arbeitsplätzen müssen Jungunternehmen nicht schon von der ersten Woche an ein eigenes Büro mieten, sondern können sich im Austausch mit Leuten aus anderen Branchen auf den Aufbau der eigenen Firma konzentrieren.»

Ein halber Tag im Coworking Space des Technoparks Aargau kostet 25 Franken, ein ganzer Tag 39 Franken und ein Monat 349 Franken. Die Pauschale beinhaltet einen Arbeitsplatz mit Tisch, Stuhl, Schrank sowie Bildschirm und Tastatur auf Wunsch. Der Raum verfügt über Wi-Fi, Drucker und Scanner sowie eine Getränkeecke mit Kaffeemaschine und ein Sitzungszimmer. «Wir sind noch daran, das Schliesssystem so zu gestalten, dass die Kunden an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr Zugang zum Arbeitsplatz haben», fährt Christian Verhoeven fort.

Vor 13 Jahren wurde der Technopark gegründet

Das Angebot steht nicht nur Jungunternehmen oder schnell wachsenden Firmen, die im Technopark bald keinen Platz mehr haben, offen, sondern allen Interessierten, die beispielsweise einen Arbeitsplatz in einer inspirierenden Umgebung dem Homeoffice vorziehen. Anmelden kann man sich direkt beim Technopark Aargau. Sonja Schmid und Tanja Fries von der Geschäftsführung sind neu auch für die Kundenbetreuung im Coworking Space zuständig.

Gegründet wurde der Technopark Aargau im Jahr 2006 mit dem Ziel, Start-up-Unternehmen aus den Bereichen Technologie, IT und Forschung individuell zu fördern und ihnen bestmögliche Unterstützung in der schwierigen Gründungsphase zu gewährleisten.

Mit dem Coworking Space kann der Technopark Aargau sein Leistungsangebot deutlich erweitern. Auch Kunden und Partner des Technoparks und seiner Start-up-Firmen haben nun leichten Zugang zu temporären Arbeitsplätzen, beispielsweise während Anlässen und Workshops.

Das Innovationsnetzwerk des Kantons hat im Technopark Aargau in der Brugger Innenstadt einen wichtigen Knotenpunkt. Neben dem Technopark, als Förderstiftung mit den Start-up-Firmen, betreiben hier auch die Partner der FHNW, des Paul-Scherrer-Instituts, des Hightech Zentrums Aargau sowie des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ) Brugg den Wissenstransfer von der Akademie in die Wirtschaft.