Brugg
Im Rettungskorps Brugg wird Kameradschaft grossgeschrieben

Bei der 155. Generalversammlung des Rettungskorps Brugg gibt es würzige Rippli, gute Gespräche und das Gefühl, dazuzugehören.

Merken
Drucken
Teilen
Ripplifrass
5 Bilder
Rettungskorps Brugg Bei der 155. Generalversammlung des Rettungskorps Brugg gibt es würzige Rippli, gute Gespräche und das Gefühl, dazuzugehören; Beförderungen
Rettungskorps Brugg Bei der 155. Generalversammlung des Rettungskorps Brugg gibt es würzige Rippli, gute Gespräche und das Gefühl, dazuzugehören; Aufnahme der neuen Mitglieder im Rettungskorps
Rettungskorps Brugg Bei der 155. Generalversammlung des Rettungskorps Brugg gibt es würzige Rippli, gute Gespräche und das Gefühl, dazuzugehören;
Rettungskorps Brugg Bei der 155. Generalversammlung des Rettungskorps Brugg gibt es würzige Rippli, gute Gespräche und das Gefühl, dazuzugehören; Vorstandsverabschiedung von Heinz Bertschi

Ripplifrass

Ina Wiedenmann

Im Brugger Salzhaus sitzen die Feuerwehrleute dicht an dicht und unterhalten sich rege. Pünktlich um 18.30 Uhr am Samstag beginnt der traditionelle Ripplifrass. Die Musikgesellschaft Lauffohr untermalt das deftige Essen mit flotten Melodien.

Die 155. Rechnungsablage 2018 steht bevor. Dazu stärkt sich zunächst das gesamte Rettungskorps mit Rippli, Sauerkraut und Kartoffeln. Mit weissen Hemden und ebenso weissen Handschuhen jonglieren die Damen und Herren des Volleyballclubs Windisch die Teller elegant durch die Tischreihen. Den Service dieses Anlasses übernehmen sie bereits zum zwölften Mal.

Jeder ist wichtig

Nachdem alle satt sind, greift Korpschef Serge Läderach zur Glocke und läutet die Generalversammlung ein. Spätestens bei seiner persönlichen Begrüssung und während des Appells durch Beisitzer Stefan Baumann wird klar: Hier im Raum ist jeder wichtig. Es gibt niemanden, der im Salzhaus nicht genannt wird. 121 Korpsmitglieder sind anwesend und stimmen über die einzelnen Tagesordnungspunkte der Generalversammlung ab.

«Ich heisse Euch im Rettungskorps willkommen», sagt Läderach zu den 20 Neuzugängen im Korps und bestätigt das jeweils mit Handschlag. Es gibt lauten Applaus. Zusammen mit den fünf Austritten und fünf Ausschlüssen kommt das Rettungskorps aktuell auf 220 Mitglieder.

Vizekorpschef Urs Herzog zieht für den Jahresrückblick die Leinwand herunter. Nach und nach werden darauf die Fachvorträge, der Feuerwehrmarsch, die Höcks, das Freundschaftstreffen mit der Feuerwehr Rottweil, das Kränzen, die Motorrad- und Korpsreise und das Spätsommerfest des vergangenen Jahres sichtbar. Allein 377 Arbeitsstunden haben die Feuerwehrleute fürs Jugendfest investiert – ein enormer, freiwilliger Einsatz.

Frau Stadtammann bedankt sich

Feuerwehrkommandant Florian Isenring erwähnt anschliessend die 95 Einsätze des vergangenen Jahres. Markus Obrist spricht als Quästor über die finanzielle Seite des Rettungskorps und Beisitzer Heinz Bertschi wird aus dem Vorstand des Rettungskorps verabschiedet. Urs Vogel tritt seine Nachfolge an und wird dafür einstimmig gewählt.

Nach den Verabschiedungen, Beförderungen und Ehrungen bedankt sich Stadtammann Barbara Horlacher beim Korps und betont: «Ich bin froh, dass Ihr bereit seid, diesen Einsatz zu leisten. Es ist eine Freude, Ressortvorsteherin zu sein.»

Auch Repol-Chef Heiner Hossli, der bald in den Ruhestand tritt, schätzt die gute Zusammenarbeit über all die Jahre hinweg. Und Harald Sommer aus der Feuerwehr Rottweil freut sich, auch in diesem Jahr beim Ripplifrass mit dabei zu sein, und betont die gewachsene Freundschaft zwischen Brugg und Rottweil. Die Feuerwehrleute geniessen den Abend. Im Rettungskorps wird Kameradschaft eben gelebt und gepflegt.

Umfrage: Was bedeutet Ihnen der Ripplifrass?

Valentin Meier, 66, Brugg: «Ich freue mich darauf, hier die Kollegen zu treffen. Inzwischen bin ich nämlich Ehrenmitglied. Ich war 40 Jahre lang aktiv. Dabei sind Freundschaften über Jahre hinweg entstanden. Man lernt die unterschiedlichsten Leute kennen und ist gut vernetzt.»
6 Bilder
Stefan Baumann, 40, Brugg (Einwohnerratspräsident): «Hier bei diesem Anlass bekommt man viele Geschichten von alten Feuerwehrleuten mit. Und es ist zu spüren, dass man für die gleiche Sache einsteht. Es ist schön, mit den gleichen Leuten für diese Sache zu arbeiten. Ich habe bereits mit 18 Jahren bei der Feuerwehr angefangen.»
Dominique Rinderknecht, 38, Baden: «Für uns als Verein ist der Ripplifrass ein toller Anlass. Der Volleyballclub Windisch übernimmt bereits zum zwölften Mal den Service bei diesem Event. Die Leute vom Volleyball kommen gerne hierher. Wir freuen uns immer darauf.»
Barbara Horlacher, 48, Umiken (Stadtammann): «Das ganze Rettungskorps kommt hier zusammen. Es schaut zurück und hält Ausblick. Beim Ripplifrass kommt die Kameradschaft zum Tragen. Und es werden alle sichtbar mit Ehrungen und Beförderungen. Es ist mir eine Ehre, heute an meinem Geburtstag, hier zu sein.»
Patrick Vogt, 42, Riniken: «Beim Ripplifrass habe ich die Chance, mit allen in Ruhe zu reden. Diese Gemeinsamkeit ist etwas Besonderes. Als Chef der Ausbildung freue ich mich, hier einfach Kameradschaft zu pflegen. Wir sind füreinander da und gehen gemeinsam helfen.»
Serge Läderach, 59, Brugg (Korpschef): «Der Ripplifrass ist Tradition. Hier wird das Vereinsleben gepflegt. Es finden an diesem Abend würdevolle Aufnahmen, Entlassungen und Ehrungen statt. Bei anderen Feuerwehren passiert das oftmals bei der Hauptübung. In Brugg gibt es dafür den Ripplifrass.»

Valentin Meier, 66, Brugg: «Ich freue mich darauf, hier die Kollegen zu treffen. Inzwischen bin ich nämlich Ehrenmitglied. Ich war 40 Jahre lang aktiv. Dabei sind Freundschaften über Jahre hinweg entstanden. Man lernt die unterschiedlichsten Leute kennen und ist gut vernetzt.»

Ina Wiedenmann