So war der Waldarbeitstag in Remigen eine der wichtigsten Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Unbeeindruckt vom strömenden Regen, versammelten sich am Samstag rund 50 Leute, um verschiedene Projekte zu verwirklichen. Anwesend waren neben fast allen Gemeinderäten die Mitglieder der Jagdgesellschaft Remigen sowie Dutzende motivierter Waldliebhaber, die sich auf einen geselligen Anlass freuten. Für einfachere Arbeiten traten sogar einige Kinder an.

Selten auf der Alpennordseite

Haupttätigkeit war das Pflanzen von Bäumen. Unter der Leitung von Förster Oliver Frey machten sich die überwiegend männlichen Freiwilligen, eingeteilt in vier Arbeitsgruppen, daran, Löcher auszuheben und Jungpflanzen einzugraben. Anschliessend musste jede Pflanze mit einer Einzelschutzhülle versehen werden, damit sie nicht zum Frass für das Wild wird.

Besonders stolz waren die fleissigen Waldliebhaber auf die 200 frisch gepflanzten Edelkastanien gleich oberhalb der Waldhütte. Diese Pflanze ist auf der Alpennordseite äusserst selten. Aus diesem Grund wurde die Stelle auch mit einer Infotafel versehen. Der Rest bestand aus Kirsch-, Elsbeer- und Nussbäumen sowie Traubeneichen. Weiter sorgte man für das Wohl der Tierwelt: Mit sogenannten Schlagräumungen, grösseren Anhäufungen von Ästen, wurden Unterschlupfmöglichkeiten erstellt.

Nicht einfach war die Entscheidung im Vorfeld, ob der Waldarbeitstag trotz Regen stattfinden oder doch verschoben werden sollte. Ausschlaggebend war schliesslich die Tatsache, dass die bereits beschafften Jungpflanzen schon so weit gediehen waren, dass eine Verzögerung das Vorhaben erschwert hätte.

Die gute Laune liess sich durch die prekären Verhältnisse keiner nehmen. Als Vizeammann Hanspeter Süss in der Mittagspause nach Wurst und Suppe anbot, wer wolle, könne sich für den Nachmittag mit gutem Gewissen zurückziehen, entschied man sich ausnahmslos fürs Weitermachen.

Holz-Steinbock fürs Gemeindehaus

Der Waldarbeitstag war eine Gelegenheit für die Remiger, mit anderen Ortsansässigen ins Gespräch zu kommen. «Die Teilnehmer schätzen die Möglichkeit, sich einmal ungezwungen austauschen zu können», so Vizeammann Hanspeter Süss. Als Überraschungsgast beim anschliessenden Abendessen gesellte sich Figurenschnitzer Toni Flückiger zu den Remigern. Spektakulär bewies er sein Handwerk, indem er einen meterhohen Holz-Steinbock mit der Motorsäge anfertigte. Jener Steinbock, das Wappentier der Gemeinde, soll nun beim Gemeindehaus aufgestellt werden.

Bei den nächsten Anlässen anlässlich des Jubiläums handelt es sich um eine etwas grössere 1.-August-Feier sowie den zweiten Teil des Bannumgangs am 27. September. Im Anschluss auf diese ca. 6 Kilometer lange Grenzwanderung findet in der Dorfturnhalle ein Unterhaltungsabend mit Nachtessen statt.