Rund acht Jahre war das Restaurant Rebstock im Effinger Dorfzentrum geschlossen. Nun geht plötzlich alles ganz schnell: Vor einer Woche haben Urs und Rita Hochstrasser vom Zentrum für Rohkost und Gesundheit aus Elfingen die Schlüssel der legendären Gaststätte erhalten.

Am nächsten Samstag bieten sie bereits ihr erstes Seminar «Rohkost vom Feinsten» in Effingen an. Die Hochstrassers werden im «Rebstock» kein Restaurant im herkömmlichen Sinne führen. Vielmehr wollen sie ihr Wissen über Gesundheit und Rohkost in Seminaren, Kursen und Vorträgen weitergeben.

Bisher waren Urs und Rita Hochstrasser für die Verbreitung ihrer Rohkost-Philosophie oft in Deutschland, in Österreich, im Südtirol oder in Amsterdam unterwegs. «Statt in Europa herumzureisen, wollen wir unsere Energie künftig in Effingen bündeln», sagt Rita Hochstrasser zu ihrer Motivation. «Wir möchten unser Wissen gerne an Leute vermitteln, die unsere Philosophie weitertragen.»

Möglicherweise werde dadurch auch der Tourismus in der Region angekurbelt. Hochstrasser geht davon aus, dass Interessierte aus ganz Europa für Seminare nach Effingen kommen und in der Nähe eine Unterkunft suchen werden. Die offizielle nicht-öffentliche Eröffnung findet am Samstag, 12. April ab 13 Uhr statt.

«Coole Lokalität» gesucht

Gleich gegenüber des Restaurants Rebstock lancierten einige Effingerinnen vor eineinhalb Jahren das alle zwei Monate stattfindende Trottestübli und den Trottemärt. Damit wollten sie das Dorf aus dem Dornröschenschlaf holen. «Leider können wir das Trottestübli nicht in dieser Form weiterführen», sagt Initiantin Sonia Gerschler.

Das Interesse am Markt sei immer kleiner geworden und ohne attraktive Stände mache auch das Stübli keinen Sinn mehr, fährt Gerschler fort.

Sie und ihre Mitstreiterin Sandra Steinacher wollen aber noch nicht aufgeben: «Wir müssen uns zusammensetzen und abmachen, wie es weitergehen soll.» Gerschler hat viele Ideen: Raclette- oder Grill-Abend mit einer Plattform für Künstler oder der regelmässige Betrieb einer Besenbeiz in einem alten Bauernhaus oder in einem Gewölbekeller.

Noch sei nichts spruchreif und die Suche nach einer «coolen Lokalität» schwierig, die Versuche in der alten Trotte hätten aber deutlich gezeigt, dass es in der Bevölkerung ein Bedürfnis nach einem Dorftreffpunkt gebe, sagt Sonia Gerschler. «Unsere Gäste blieben jeweils lange und uns machte die Arbeit grossen Spass.»