Brugg
Im «Obergrüt» entstehen 54 Wohnungen

Mit der Überbauung an der Habsburgerstrasse wird eine der letzten Baulücken in der Stadt geschlossen. Mit dem Bau könnte bereits im Mai begonnen werden. Ab Ende 2019 können die ersten Vermieter einziehen.

Michael Hunziker
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Wie auf dieser Visualisierung werden sich die neuen Mehrfamilienhäuser dereinst präsentieren.

Wie auf dieser Visualisierung werden sich die neuen Mehrfamilienhäuser dereinst präsentieren.

zvg/Hartmann Keller Architekten

Stolzes Bauvorhaben auf dem letzten grösseren, noch freien Areal im Quartier Altenburg in Brugg: Geplant sind fünf neue Mehrfamilienhäuser. Die viergeschossigen Gebäude – jedes ist mit einer eigenen Form ausgebildet – werden auf Basis Minergie erstellt und sind mit Wärmepumpen-Heizungen ausgestattet. Die obersten Attika-Geschosse sind allseitig von den Hauptfassaden zurückversetzt.

Insgesamt entstehen auf dem Grundstück an der Habsburgerstrasse – in der Nähe des Schwimmbads und mit offener Sicht zur Aare – 22 Eigentums- sowie 32 Mietwohnungen im mittleren und höheren Segment. Alle Wohnungen verfügen zwischen 21⁄2 und 41⁄2 Zimmer und sind gegen Südwesten und Westen ausgerichtet, «mit wunderschönem Blick in die angrenzende Auen- und Juralandschaft», wie der zuständige Architekt Christian Hartmann vom Büro Hartmann Keller Architekten in Windisch ausführt.

22

Eigentums- sowie 32 Mietwohnungen im mittleren und höheren Segment sind
vorgesehen auf dem Areal Obergrüt in Brugg.

Gestaltet sind die Appartements mit einem grosszügigen Ess- und Wohnbereich, mit geräumigen Balkonen sowie Loggias und Terrassen in den Attikawohnungen. «Hohe Fenster und andere Annehmlichkeiten sorgen für eine freundliche Wohnatmosphäre», stellt Hartmann fest. Zu dieser tragen ebenfalls die integrierten Komfortlüftungen bei.

Einstellhalle ist direkt zugänglich

Die Eigentumswohnungen zeichnen sich weiter aus durch einen gehobenen Innenausbau, gediegene Installationen für Küche und Bäder sowie über Terrassen-Schiebetüren – also insgesamt eine schöne Innen-Grundatmosphäre, so der Architekt. Die Appartements sind individuell gestaltet und können noch auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden. «Aktuell sind 80 Prozent schon verkauft, aber einige kleinere Wohnungen stehen noch zur Disposition», hält Hartmann fest.

Die Erschliessung für den motorisierten Verkehr erfolgt über die Habsburgerstrasse. Die Einstellhalle im Untergeschoss ist so konzipiert, dass sie direkt von den Häusern zugänglich ist. Alles in allem steht in der gemeinsam genutzten Tiefgarage ein Parkplatz pro Wohnung zur Verfügung. Dazu kommen Behindertenparkplätze sowie die Vorbereitung für spätere Elektroanschlüsse einer kommenden Fahrzeuggeneration.

Eine stattliche Anzahl Veloparkfelder ist ebenfalls eingeplant, wie auch ein Aussen-Pavillon als Gemeinschaftsraum. Die reichhaltige und intensive Aussenraumgestaltung wurde durch Gartenarchitekt Felix Naef in Brugg ausgearbeitet.

Vorgaben sind vielschichtig

Das Baugesuch für den Neubau der Überbauung Obergrüt liegt bis 12. März auf der Abteilung Planung und Bau in Brugg auf. Bereits Mitte 2016 lag für das Areal ein Gestaltungsplan auf. Im Vorfeld wurde – um mögliche Bebauungsformen evaluieren zu können – eine Testplanung durchgeführt. Das Richtprojekt Bebauung von Hartmann Keller Architekten bildete dann die Grundlage für den Gestaltungsplan. Dieser ist nun Ende Januar dieses Jahres vom Regierungsrat genehmigt worden. Alle Einwendungen konnten abgehandelt und erledigt werden.

Das Bauprojekt sei in allen Punkten direkt mit dem Gestaltungsplan verknüpft, sagt Architekt Hartmann. «Die Vorgaben für die Überbauung sind äusserst vielschichtig – nicht zuletzt deshalb, weil das Areal an eine sensible Landschaftsschutzzone grenzt», gibt er zu bedenken. So mussten denn auch sämtliche Stellen wie das Aargauische Baudepartement, die Abteilung Raumentwicklung, die Kantonsarchäologie, die Stadtplanung oder der Ortsbildschutz begrüsst und das Projekt, nach diversen Überarbeitungen, durch diese genehmigt werden. Kurz: Die Anforderungen an ein solches Projekt seien in der heutigen Zeit enorm und bedürften einer jahrelangen Vorbereitung.

Nach Ablauf der Einwendungsfrist sollen die Bauarbeiten raschmöglichst angepackt werden. «Ziel ist es, im Mai beginnen zu können und die fünf Mehrfamilienhäuser in zwei Etappen bis Ende nächsten Jahres beziehungsweise Frühjahr 2020 fertigzustellen», sagt Hartmann. «Damit ist eine der grossen Baulücken in Brugg geschlossen.»

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