Lupfig

Im Lupfiger Altersheim Eigenamt darf «Der Garten für alle» wachsen

Der Garten für alle ist am Entstehen – auch bei Regen. EF.

Der Garten für alle ist am Entstehen – auch bei Regen. EF.

Das Ende naht mit Riesenschritten: Am nächsten Montag startet die letzte Bauetappe im Altersheim Eigenamt in Lupfig. Dann wird der Parterrebereich umgestaltet, bis das Haus nach mehrmonatiger Umbauphase am 31. August wieder eröffnet werden kann.

Wie das Innere bekommt auch das Äussere ein sanft erneuertes Gesicht. Dem vollendeten Wintergarten wird etwa der «Garten für alle» vorgelagert.

Das klingt umfassend, dabei will der neue Garten primär die Bewohner – und darunter vor allem Demenzkranke, die sich gerne bewegen – ansprechen. «Aber es sind auch Besucher der Bewohner willkommen», betont Fritz W. Gläser.

Der für den Umbau zeichnende Ennetbadener Architekt sagt lächelnd, dass er zwar nicht den Gartenarchitekten spielen will, «aber das hier ist für mich ein Aussenraum. Der Garten ergänzt das neue Innenraumkonzept.»

Das Gartengelände ist 1500 m² gross und macht dieses auf 200 Meter langen Wegen – mit Sicht auf drei Seiten des Wohnheimes – erlebbar. Neu wird künftig an der Südseite eine Haustüre geöffnet werden können, weil der neue Gartenzaun Schutz vor dem Weglaufen (von Demenzkranken) bietet.

Lampen ähneln Pilzen

Obgleich momentan im barrierefreien, keine Steigungen aufweisenden Garten fieberhaft gearbeitet wird – fertiggestellt wird er auch am 31. August nicht sein. «Der Garten darf wachsen», sagt Gläser dazu. Das bedeutet, dass er nach und nach ergänzt wird – etwa mit Fitnessgeräten.

Dass die Bedürfnisse der Bewohner bei allem, auch noch so kleinsten Detail berücksichtigt werden, versteht sich. Zwei Beispiele: Die sechs Bänke weisen eine Seniorenhöhe 54 Zentimeter auf; der Weg ist 1.40 Meter breit, damit zwei Rollatoren nebeneinander Platz haben.

Weiter auffallend: Zwei niedrige Betonsäulen. Auf diese wird ein asymmetrisches Dach gesetzt, das mit Kräutern oder Beeren zum Hochbeet wird. «Die Unterfahrhöhe lässt es zu, an dieses Hochbeet wie an einen Tisch zu fahren», sagt Gläser.

Gartenliebhaber dürften sich daran, aber auch an 15 schlanken Pilzlampen erfreuen. Diese hellen den Garten mit warmem LED-Licht auf, das nach unten fällt. «Deswegen», so Fritz W. Gläser, «ist es blendfrei» – und stört auch die Nachbarn nicht.

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