«Freundlich, zuvorkommend, handwerklich begabt ja und auch Rechnen müssen sie können», sagt Gabriela Strebel, Leitung Hotellerie im Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal in Schinznach-Dorf. Das ist die Anforderungsliste für die Schüler, die im Restaurant und Café la vida des Alters- und Pflegeheims einen Nebenjob haben wollen. Das «la vida» sei die gute Stube der Bewohnerinnen und Bewohner. Der Ort, wo man sich trifft, wo man Besuch empfängt, schreibt Beatrice Hürlimann, Koordination freiwillige Helfer vom Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal in einer Mitteilung.

Momentan arbeiten etwa 20 Schüler an den Wochenenden im Restaurant und Café la vida. Der Dienst beginnt um 13.45 Uhr und dauert für die Schüler bis um 17.15 Uhr. Sie arbeiten immer zu zweit. Die Jugendlichen sind aber nicht alleine für das «la vida» verantwortlich. Sie werden durch das Küchenteam unterstützt.

Wenn die Jugendlichen, beispielsweise mit einer Lehre beginnen, oder aus anderen Gründen aufhören im Alters- und Pflegeheim zu arbeiten, müsse man sie ersetzen, sagt Gabriela Strebel weiter: «Wir suchen daher immer wieder neue Schüler für das ‹la vida›.» Wenn ein Schüler im «la vida» anfängt, muss er und seinen Eltern einen Vertrag unterzeichnen. Für ihren Einsatz erhalten die Jugendlichen ein Sackgeld und beim Austritt wird eine Arbeitsbestätigung überreicht. Laut Strebel sei es immer wieder schön, die Entwicklungen der Schüler zu beobachten.

«Die Bewohner des Altersheims sind völlig begeistert von den Schülern. Es komme vor, dass eine Grossmutter von einem Enkel bedient wird», sagt Strebel. Der Kontakt zum Dorf zeige sich für die Bewohner durch die Jugendliche manchmal in einem ganz neuen Licht. Schlechte Erfahrungen habe man kaum gemacht, so Strebel. Nur manchmal vergessen die Jugendlichen die Termine. Alle drei Monate werden an den Schülertreffs Schulungen durchgeführt und die Einsätze besprochen.

Schülertreff, Mittwoch 2. Juli, 18 Uhr,Altersheim Schenkenbergertal.