Seit drei Wochen liegt die Baubewilligung vor – im Januar 2013 geht es los mit dem lang ersehnten Umbau des Altersheims Eigenamt (siehe separater Text). Für die Bewohner, den Pflegedienst und das Personal wird in den nächsten Monaten ein hohes Mass an Flexibilität und Durchstehvermögen verlangt. Die lärmintensivsten Arbeiten finden vom 14. bis 25. Januar statt.

«Das heisst, dass wir die Heimbewohner während dieser Zeit an externen Orten unterbringen müssen», sagt Heimleiter Martin Hüppi. In Gontenschwil («Wannental») werden 26 Bewohner (Demenzkranke und Geriatrie) untergebracht; im Windischer Sanavita «Lindenpark» ziehen 16 bis 17 Bewohner in jene leer stehenden Wohnungen ein, die im Frühling 2013 abgebrochen werden; weitere Bewohner werden im Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB), im Wettinger «Sonnenblick» sowie bei Verwandten ein temporäres Zuhause finden.

Sponsoren für den Garten gesucht

Der Ennetbadener Architekt Fritz W. Gläser tröstet: «Sind die Bewohner abwesend, kann das Bauteam von 6 bis 22 Uhr ungestört arbeiten. Sind dann alle wieder zurück, ist das Gröbste vorbei.» Gläser weiss aus langer Berufserfahrung, wie wichtig eine offene Kommunikation ist. Deswegen wird am 3. Januar um 15 Uhr das erste «Baustellen-Café» gestartet, das jeden Donnerstag ein weiterer folgen wird. Dann wird der Architekt, dem zugleich die Bauführung obliegt, die Bewohner stets über alle weiteren Bauschritte informieren.

Mit Sicherheit wird auch der neue Garten ein Thema sein. Aus dem anfänglichen «Geschützten Garten» soll nun ein 500 Quadratmeter grosser «Garten für alle» oder laut Gläser ein «Stimmungsaufheller» werden. Vordringlich sind nach wie vor die Endloswege mit Handläufen, die in Elypsen und Kreisen durch den Garten führen. Dazu kommen weitere wünschenswerte Elemente wie etwa eine streifenförmige, diagonal zum hindurchführenden Weg angelegte Pflanzung aus Stauden und Blütensträuchern; Klangkörper, Windspiel, Brunnen, Wasserteich und Schaukel.

Finanziert werden soll das Wünschenswerte durch Sponsoren: Private oder Firmen, die Geld locker machen etwa für den Klangkörper oder den Kräuter- und Teegarten. «Das Schöne ist, dass nicht alles bei der Eröffnung im Sommer 2013 vorhanden sein muss», sagt Gläser und doppelt nach: «Wir können den Garten langsam wachsen lassen.» Erfreulich für alle, die am Bau beteiligt sind, ist die Tatsache, «dass wir im Budget liegen mit allen Aufträgen, die wir vergeben haben.» Kurz vor Weihnachten dürfen Wünsche geäussert werden.

Fritz W. Gläser träumt vom Vordach im hinteren Teil des Altersheims. Dieses möchte er gerne in einen Balkon mit einem Rost und einer schönen Marquise verwandeln – falls es das Budget erlaubt.